Freitag, 22. November 2019

Börse Dax schließt knapp unter Rekordhoch

Börse in Frankfurt: Der Dax hat auf Wochensicht knapp 3 Prozent zugelegt

Der Dax behält sein Rekordhoch im Blick. Der von Börsianern "Übernahme durch die Hintertür" genannte Deal von Fresenius und Rhön-Klinikum sorgt für Furore am Markt. Zweites großes Thema war der Kauf von Kabel Deutschland durch Vodafone.

Frankfurt am Main - Der Dax Börsen-Chart zeigen verabschiedete sich 0,2 Prozent fester bei 8509 Punkten in den Feierabend. Auf Wochensicht gewann er 2,8 Prozent. Das ist das beste Ergebnis seit etwa zwei Monaten. Von seinem Ende Mai markierten Rekordhoch ist der Dax weniger als 50 Punkte entfernt.

Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen gewann 0,2 Prozent auf 2867,11 Zähler.

An der Wall Street notierten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen zum Handelsschluss in Deutschland jeweils knapp im Plus. Der Bund-Future zog ebenfalls leicht an auf 138 Stellen.

Der Euro Börsen-Chart zeigen verbilligte sich dagegen auf 1,3278 Dollar, nach 1,3299 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss.

Schwache US-Daten - wie reagiert die US-Notenbank?

Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im August mit einem Plus von 0,2 Prozent zur halb so hoch wie erwartet. Auch der von Reuters und der Universität Michigan ermittelte Index des US-Verbrauchervertrauens enttäuschte.

Dies schüre Spekulationen, dass die US-Notenbank ihren Geldhahn bis auf weiteres weit geöffnet lasse, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Wir rechnen nicht damit." Bislang kauft die US-Notenbank zur Ankurbelung der Konjunktur monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte angekündigt, den Geldhahn allmählich zuzudrehen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erholt. Der Fed-Offenmarktausschuss, der die US-Geldpolitik bestimmt, will am Dienstag und Mittwoch zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen.

Fresenius übernimmt Großteil der Rhön-Kliniken

Der Medizinkonzern Fresenius Börsen-Chart zeigen übernimmt für drei Milliarden Euro einen Großteil der Kliniken von Rhön Börsen-Chart zeigen . Der Kaufpreis sei zwar hoch, schrieb Equinet-Analyst Konrad Lieder in einem Kommentar. Die Transaktion werde sich aber sicher auszahlen. "Nach dem monatelangen Machtkampf hat damit wohl keiner mehr gerechnet", kommentierte ein Händler den Coup von Fresenius.

Das Unternehmen war 2012 mit der Übernahme von Rhön-Klinikum gescheitert, weil sich Konkurrent Asklepios in letzter Minute bei der fränkischen Klinikkette eingekauft und die Fresenius-Pläne durchkreuzt hatte.

Von dem aktuellen Deal profitierten die Aktien beider Unternehmen: Fresenius legten um 3,6 Prozent zu. Im Nebenwerte-Index MDax Börsen-Chart zeigen stiegen Rhön-Klinikum zeitweise auf ein 13-Monats-Hoch von 19,72 Euro und schlossen 11,4 Prozent fester bei 19,45 Euro.

Übernahme von Kabel Deutschland: Vodafone ist am Ziel

Gleich hinter Rhön rangierten Kabel Deutschland Börsen-Chart zeigen, nachdem die Aktionäre des Kabelnetzbetreibers mehr als 75 Prozent der Anteile Vodafone angedient haben. Der britische Mobilfunker Vodafone Börsen-Chart zeigen hatte 84,50 Euro je Aktie geboten. Die Kabel Deutschland-Titel übersprangen diese Marke und gingen 6,3 Prozent fester bei 91,82 Euro ins Wochenende. Offenbar spekulierten einige Investoren auf zusätzliches Geld, denn Vodafone will mit Kabel Deutschland einen Beherrschungsvertrag abschließen.

Damit haben die verbliebenen Aktionäre nach deutschem Übernahmerecht die Wahl zwischen einer Garantiedividende und einer Abfindung.

Nokia klettert weiter, Intel gefragt

Zulegen konnten auch Nokia Börsen-Chart zeigen. Die Hoffnung von Anlegern auf eine Sonderdividende hievte die Aktien des finnischen Konzerns zeitweise auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 4,93 Euro. Damit haben die Titel seit der Ankündigung des Verkaufs der Handy-Sparte an Microsoft Börsen-Chart zeigen Anfang des Monats um mehr als 60 Prozent zugelegt.

An der Wall Street waren Intel Börsen-Chart zeigen gefragt. Die Aktien des weltgrößten Chip-Herstellers verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung der Investmentbank Jefferies um 2,9 Prozent auf 23,29 Dollar.

cr/rtr/dpa

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung