Sonntag, 20. Oktober 2019

US-Börse T-Mobile USA startet an der Wall Street

Händler an der Wall Street: Ab heute auch T-Mobile USA auf dem Kurszettel

Nach langem Hickhack startet heute die Aktie der Telekom-Tochter T-Mobile USA an der New Yorker Börse - und zwar überaus erfreulich: Zu Beginn legt das Papier zu. Der Dow Jones dagegen steht unter Druck, ausgelöst vor allem von schlechten Nachrichten des Pharmariesen Merck & Co.

New York - Nach einem monatelangen Hin und Her ist die amerikanische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen an der Börse angekommen. Am Mittwoch startete der Handel mit Papieren von T-Mobile USA erfolgreich an der New York Stock Exchange (NYSE).

Die Telekom hatte ihre Tochter mit dem kleineren börsennotierten Wettbewerber MetroPCS verheiratet und so den Weg an die Wall Street geebnet. Zusammen wollen die Nummer vier und fünf auf dem US-Mobilfunkmarkt besser gegen die größeren Rivalen bestehen.

Die Aktie von T-Mobile legte zum Handelsstart um mehr als 2 Prozent zu. Damit widersetzte sie sich deutlich dem Markttrend, der von enttäuschenden Nachrichten des Pharmakonzerns Merck & Co. Börsen-Chart zeigen bestimmt wurden. Massive Kursverluste der Aktien des US-Konzerns verdarben den Börsianern an der Wall Street die Laune. Das Unternehmen hatte zuvor nach einem schwachen Jahresstart seine Gewinnprognose gesenkt.

Merck-Titel brechen ein

Die Merck-Titel brachen um gut 4 Prozent ein und belasteten damit auch den Dow Jones Börsen-Chart zeigen. Der Leitindex verzeichnete im frühen Handel ein Minus von 0,4 Prozent auf 14.788 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 1593 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen fiel um 0,2 Prozent auf 3320 Punkte. Mit Spannung warten die Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, die um 20.00 Uhr (MESZ) verkündet werden soll.

Der neue Börsenwert T-Mobile USA litt bis zuletzt unter der Abwanderung von Vertragskunden, wenngleich sich der Trend verlangsamte. Das fusionierte Unternehmen hat 43 Millionen Kunden und kommt auf einen Jahresumsatz von annähernd 25 Milliarden Dollar (19 Mrd Euro). Es ist damit immer noch kleiner als Verizon Wireless Börsen-Chart zeigen, AT&T oder Sprint Börsen-Chart zeigen.

Erst vor einer Woche hatten die MetroPCS-Aktionäre dem Zusammengehen zugestimmt, nachdem die Telekom die Konditionen verbessert hatte. Die Bonner halten 74 Prozent an dem fusionierten Unternehmen und die MetroPCS-Aktionäre die restlichen 26 Prozent.

Eineinhalb Jahre darf die Telekom keine Anteile verkaufen. Durch die Börsennotierung könnte sich der Konzern aber langfristig auf einfache Weise von der Tochter trennen. Der ursprünglicher Plan der Telekom war, T-Mobile USA ganz an den Rivalen AT&T zu verkaufen, doch die US-Wettbewerbshüter untersagten das Geschäft

cr/dpa-afx/rtr

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