Samstag, 19. Oktober 2019

IPO Metro- und Woolworth-Häuser sollen an die Börse

Woolworth-Filiale: Immobilien könnten bald für Aktionäre zu haben sein

Der Finanzinvestor-Cerberus will Branchenkennern zufolge sein auf zwei Milliarden Euro taxiertes Immobilien-Portfolio versilbern. Nach den Immobiliengesellschaften LEG und Deutsche Annington wäre es wohl der dritte Börsengang eines deutschen Branchenspielers in diesem Jahr.

Frankfurt - Cerberus will Finanzkreisen zufolge seine Groß- und Einzelhandels-Immobilien in Deutschland im zweiten Halbjahr an die Frankfurter Börse bringen. Das Portfolio des US-Finanzinvestors, dessen Wert auf rund zwei Milliarden Euro taxiert wird, besteht zum überwiegenden Teil aus Metro -Großhandelsmärkten und Woolworth-Kaufhäusern.

Die Banken Goldman Sachs, JP Morgan und Bank of America Merrill Lynch sollen zunächst ausloten, in welcher Struktur der Börsengang über die Bühne gehen könnte, sagten drei Insider am Donnerstag. Möglich sei die Einbringung der Cerberus-Häuser in einen steuerbegünstigten, börsennotierten Immobilienfonds (REIT), der den Großteil seiner Gewinne als Dividende ausschüttet. Denkbar sei aber auch ein Initial Public Offering (IPO) als normale Immobilienfirma.

Bisher stecken die Immobilien im verschiedenen Besitzgesellschaften. Insgesamt umfassen sie 900.000 Quadratmeter vermietbare Fläche, die von der Berliner Acrest Property Group gemanagt werden. Die Überlegungen stünden noch am Anfang, sagte einer der Insider. Cerberus und die Banken wollten sich nicht dazu äußern.

Die Wohnimmobiliengesellschaft LEG hat im Januar den bisher einzigen Börsengang im Prime Standard in diesem Jahr in Deutschland geschafft. Der Rivale Deutsche Annington, der dem Finanzinvestor Terra Firma gehört, steht in den Startlöchern und wird im Juni oder Juli an der Börse erwartet.

krk/rtr

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