Investoren drängen Talanx geht doch an die Börse

Rücktritt vom Rücktritt: Der Versicherungskonzern will nun doch an die Börse. Schon am 2. Oktober sollen die Papiere erstmals notiert werden. Geplant ist ein Preis von bis zu 20,30 Euro je Aktie und ein Gesamterlös von nur noch 500 Millionen Euro.
Erst rein in die Kartoffeln, dann wieder raus aus den Kartoffeln. Die Talanx-Versicherung hat sich nun doch für einen Börsengang entschieden

Erst rein in die Kartoffeln, dann wieder raus aus den Kartoffeln. Die Talanx-Versicherung hat sich nun doch für einen Börsengang entschieden

Foto: DPA

Hannover - Deutschlands drittgrößter Versicherungskonzern Talanx nimmt seinen vor einer Woche abgesagten Börsengang nun doch in Angriff. Den Sinneswandel begründete das Unternehmen mit dem "hohen" Interesse des Kapitalmarkts. Die Hannover-Rück-Mutter senkte jedoch offenbar ihre Erwartungen an den Erlös. Das Volumen soll von den ursprünglich geplanten 700 Millionen auf rund 500 Millionen Euro verkleinert werden, wie die Hannover-Rück-Mutter mitteilte.

Zusätzlich tauscht der japanische Partner Meiji Yasuda eine Wandelanleihe in Aktien im Wert von 300 Millionen Euro. Die Aktien können vom Freitag an bis zum 1. Oktober gezeichnet werden. Am 2. Oktober sollen die Talanx-Aktien erstmals an der Frankfurter Börse notiert werden. Die Preisspanne für bis zu 29 Millionen Aktien sei auf 17,30 bis 20,30 Euro je Aktie festgesetzt worden.

Federführend bei dem Börsengang ist neben der Deutschen Bank nun die Berenberg Bank, die ursprünglich nur in zweiter Reihe gestanden hatte. Die ursprünglich als globale Koordinatoren eingeplanten Banken Citi und JPMorgan fungieren als Bookrunner.

Talanx hatte die Börsenpläne erst in der vergangenen Woche offiziell aufgegeben, weil Investoren zu wenig Geld für die neuen Aktien bezahlen wollten.

cr/rtr/dpa-afx
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