Anleihe platziert Schalke 04 sammelt weniger Geld ein

Sie hatten auf mehr Geld gehofft: Der FC Schalke hat mit seiner Unternehmensanleihe lediglich 35 Millionen Euro an der Börse eingesammelt. Die hoch verschuldeten Königsblauen hatten eigentlich Erlöse von 50 Millionen Euro erzielen wollen.
Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar: Sein Gehalt ist erstmal gesichert

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Foto: AFP

Gelsenkirchen/Frankfurt - Der Fußballbundesligist FC Schalke 04 sammelt mit der Ausgabe einer Mittelstandsanleihe 35 Millionen Euro bei Investoren ein. Die Unternehmensanleihe solle am Montag in den Handel im Entry Standard aufgenommen werden, teilte der siebenmalige deutsche Fußballmeister am Sonntag mit.

Ursprünglich standen sogar Einnahmen von bis zu 50 Millionen Euro in Aussicht. Der Bond läuft sieben Jahre und wird mit jährlich 6,75 Prozent verzinst. Das frische Kapital wollen die Königsblauen, die in der abgelaufenen Saison den dritten Platz in der Bundesliga erreicht haben, zur Umfinanzierung von Verbindlichkeiten verwenden.

Ablösung bestehender Verbindlichkeiten

"Mit dem Erlös von 35 Millionen Euro können wir die geplanten Maßnahmen zur Ablösung bestehender Verbindlichkeiten, insbesondere die Rückführung der im Jahr 2003 begebenen Anleihen, umsetzen", sagte Finanzvorstand Peter Peters. Dadurch werde die finanzielle Unabhängigkeit des Clubs gestärkt und ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Konsolidierung geleistet.

2011 steigerte Schalke den Umsatz im Vergleich zu 2010 um 19,3 Prozent auf den Rekord von 224,2 Millionen Euro. Ihre Verbindlichkeiten konnten die Königsblauen im vergangenen Jahr von 217 auf 185 Millionen Euro zurückfahren.

Im April wurde Schalke 04 in einer Studie des "Forbes Magazine" und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte auf Platz zehn der "wertvollsten Clubs der Welt" geführt.

Fußball: Spielwiese für Manager

krk/rtr
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