Smartphonebrowser Mögliches Facebook-Interesse beflügelt Opera

Um die Schwäche im mobilen Bereich auszugleichen, hatte Facebook jüngst den Fotodienst Instagram übernommen. Doch das reicht offenbar noch nicht. Nun tastet sich das soziale Netzwerk Gerüchten zufolge auch beim Browserentwickler Opera vor. Die Aktie der Norweger haussiert.
Facebook will im mobilen Geschäft aufrüsten

Facebook will im mobilen Geschäft aufrüsten

Foto: Ed Jones/ AFP

Frankfurt am Main - Spekulationen auf eine Übernahme durch Facebook haben am Dienstag Aktien von Opera beflügelt. Die Titel des norwegischen Softwarehauses - bekannt für seinen gleichnamigen Internetbrowser - stiegen an der Börse Oslo um bis zu 26 Prozent auf ein Rekordhoch von 43,20 Kronen.

Opera wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern. Firmengründer und Großaktionär Jon von Tetzchner betonte, er habe keine Kenntnis von Übernahmegesprächen.

Der Internetbrowser von Opera läuft als Alternative zu Microsofts Internet Explorer, Googles Chrome oder Mozillas Firefox nicht nur auf PCs, sondern auch auf Smartphones. Facebook  wiederum versucht, die zunehmende Bedeutung dieser Geräte für den Zugriff auf das Internet in Einnahmen umzumünzen. So hatte das Onlinenetzwerk unlängst den App-Entwickler Instagram für eine Milliarde Dollar geschluckt.

"Aus unserer Sicht wäre eine Opera-Übernahme für Facebook strategisch sinnvoll", schrieben die Analysten der DNB Bank. "Wir haben die Möglichkeit einer Kooperation zwischen den beiden Unternehmen schon früher diskutiert.

Für eine erfolgreiche Offerte müsste ein Käufer mindestens das Doppelte des Schlusskurses vom Freitag zahlen." An diesem Tag hatten die Aktien von Opera bei 34,30 Kronen geschlossen. DNB empfehlen die Papiere mit einem Kursziel von 60 Kronen zum Kauf.

mg/dpa-afx
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