Freitag, 18. Oktober 2019

Geldanlage Fünf Tipps für Dividendenfischer

Augen auf: Börsianer haben unruhige Tage hinter sich

4. Teil: Ein Hoch auf die Langweiler

An der Börse kann Langeweile entspannend wirken. Denn es gibt sie noch - die Unternehmen, die einem Uhrwerk gleich eine stete bis steigende Dividende an ihre Aktionäre überweisen. Allianz Börsen-Chart zeigen gilt als so ein Fall. Und die Münchener Rück hat ihre Dividendenzahlungen seit 1969 nicht mehr gekürzt. Das beobachten auch Anlageprofis: "Zwei Titel haben die Dividende jedes Jahr gesteigert: Fresenius Medical Care und der Mutterkonzern Fresenius", sagt Peter Reichel, Leiter Private Vermögensverwaltung der Berenberg Bank. "Zwei weitere Aktien haben bis auf ein Jahr die Dividende immer gesteigert: Linde etwas mehr als Bayer."

Auch der Gesamt-Dax Börsen-Chart zeigen ist kein schlechtes Pflaster für Dividendenjäger: 2002 lag die Dividendenrendite des Dax30 bei 2,4 Prozent und aktuell bei mehr als 3 Prozent.

Das Geschäftsmodell des Konsumgüterherstellers Henkel Börsen-Chart zeigen zum Beispiel ist nicht unbedingt schillernd - die diesjährige Steigerung der Dividende um 11 Prozent auf 0,78 Euro je Aktie ist hingegen eindrucksvoll. Selbst wenn Euroland in diesem Jahr erneut in die Rezession rutschen sollte - das Geschäft mit Waschmitteln und Klebstoffen geht immer und gilt als vergleichsweise krisenfest. Auf diese Weise ist die Dividende durch ein nachhaltiges Ertragsmodell abgesichert. Langweilig, aber lohnend.

Das kommt an bei den Investoren. "Bei der Überprüfung der Kapitaldisziplin eines Unternehmens achten wir insbesondere auf die langfristige Dividendenhistorie", sagt zum Beispiel Fondsmanager Rhodes. "Üblicherweise halten wir nach Firmen Ausschau, die ihre Dividenden in mindestens zehn aufeinander folgenden Jahren anheben konnten."

Einlullen lassen darf sich aber niemand - denn auch Aktien mit guter Dividendenhistorie können Probleme bekommen. Zum Beispiel die langjährigen Dividendentitel RWE und Eon, die den rechtzeitigen Umstieg auf Erneuerbare Energien verschlafen haben. Ergebnis: Eon Börsen-Chart zeigen musste das für das Jahr 2011 seine Dividende um ein Drittel kürzen, RWE Börsen-Chart zeigen sogar um 43 Prozent.

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