Montag, 14. Oktober 2019

Geldanlage Fünf Tipps für Dividendenfischer

Augen auf: Börsianer haben unruhige Tage hinter sich

3. Teil: Vorsicht bei optisch hohen Dividenden

Niemand sollte sich allerdings von zu hohen Dividenden blenden lassen. Denn die Kennzahl allein kann in die Irre führen. "Viele Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen mussten ihre Dividenden im Jahr 2009 infolge der globalen Finanzkrise senken", rechnet Stuart Rhodes von der britischen Fondsgesellschaft M&G vor. "Das markanteste Beispiel dafür sind Banken. Die hohen Renditen im Banksektor erwiesen sich als illusorisch."

Auch Dividendensteigerungen sind nicht unbedingt Ausweis erfolgreichen Wirtschaftens. Denn einige Unternehmen beschließen Mindestdividenden, die nicht durch die laufenden Gewinne gedeckt sind und damit auch nicht als Zeichen von Ertragsstärke gesehen werden können. Die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen beispielsweise legte sich 2010 auf eine Mindestausschüttung fest - und beschloss, für die Jahre 2010, 2011 und 2012 mindestens 70 Cent je Aktie auszuschütten. Unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld.

Das erfreut vielleicht den Großaktionär Bund, doch das Geld fehlt dann für Investitionen in einem umkämpften Umfeld. Eine nachhaltige Dividendenstrategie sieht anders aus.

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