Mittwoch, 22. Januar 2020

Börse Dax schließt kaum verändert

Börse in Frankfurt: Das zähe Ringen in Athen bremst die laufende Dax-Rally
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Börse in Frankfurt: Das zähe Ringen in Athen bremst die laufende Dax-Rally

Trotz der Zitterpartie um die Rettung Griechenlands bleiben Anleger gelassen - der Dax schließt kaum verändert und behält die 6800-Punkte-Marke im Blick. RWE und BMW sind gefragt. Der Euro gibt nach.

Frankfurt am Main - Der Dax Börsen-Chart zeigen ging auf Xetra mit 6764 Zählern aus dem Handel und beendete den Handelstag damit praktisch unverändert: Vergangene Woche hatte der Leitindex mit einem Wochenplus von knapp 4 Prozent geschlossen und mit der siebten Gewinnwoche in Folge die beste Entwicklung seit Anfang 2007 geschafft.

Trotz der Sorge um Griechenland bleiben Anleger gelassen. Analyst Frank Klumpp von der Landesbank Baden-Württemberg sprach mit Blick auf die anhaltenden Querelen um Griechenland von einer "Verschnaufpause". Nach der "euphorischen Würdigung der US-Konjunkturzahlen" vor dem Wochenende rückten die Verhandlungen der griechischen Regierung mit der Troika aus Europäischr Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds über einen Schuldenschnitt wieder in den Mittelpunkt.

Das zähe Ringen um ein zweites Hilfspaket für Griechenland dauerte auch am Montag noch an und belastete die Wall Street. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen der Standardwerte gab bis 17.45 Uhr 0,4 Prozent nach auf 12.810 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen fiel um 0,5 Prozent auf 2890 Punkte.

Zu den Verlierern an der Wall Street gehörten Aktien von Boeing Börsen-Chart zeigen, die 1,3 Prozent nachgaben: Beim neuen 787 Dreamliner sind Probleme mit dem Rumpf aufgetaucht. Der US-Flugzeugbauer teilte mit, er arbeite an einer Lösung, die die Produktion der Maschine nicht beeinträchtige. Wie viele Flugzeuge betroffen sind, ließ er offen. Boeing will bis Ende 2013 die monatliche Produktion auf zehn Maschinen steigern, was einige Experten allerdings für zu ehrgeizig halten.

Banken unter den Verlierern, RWE wegen Sparprogramm gefragt

Die Aktien der Banken gehörten angesichts der weiter fehlenden Lösung für die Probleme Griechenlands zu den Verlierern. Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade verwies darauf, dass Investoren gerade bei Banken weiter sehr nervös seien.

"Bei einem Stimmungswechsel kann die Party im Finanzsektor sehr schnell beendet sein", so der Börsianer. Für die Titel der Commerzbank Börsen-Chart zeigen ging es ebenso nach unten wie für die Titel des heimischen Branchenprimus Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen.

Dagegen legten die RWE-Titel Börsen-Chart zeigen als bester Wert im Dax um mehr als 2 Prozent zu, nachdem der Energiekonzern einen verschärften Sparkurs angekündigt hatte und mehrere Analysten sich positiv zu den Aktien geäußert hatten.

MDax: Gerüchte um Übernahmekampf treiben Douglas-Aktien

Die Aktien von Douglas Börsen-Chart zeigen sprangen nach einer Stimmrechtemitteilung zeitweise um 5,12 Prozent auf rund 34 Euro hoch. Der ungeliebte Mitaktionär Erwin Müller, Inhaber der gleichnamigen Drogeriekette, der gut 10 Prozent an dem Handelskonzern hält, kann sich über Derivate den Zugriff auf eine Sperrminorität von über 25 Prozent sichern.

Titel von Gea Börsen-Chart zeigen stiegen nach überraschend guten Zahlen für das vergangene Jahr um 3,22 Prozent auf 26,30 Euro. Analysten lobten auch den Ausblick des Maschinenbau-Konzerns, der den Markterwartungen Spielraum nach oben lasse.

Indes gaben die Aktien von Sky Deutschland Börsen-Chart zeigen nach der jüngsten Kursrally um 3,64 Prozent nach. Händler verwiesen auf einen Bericht im SPIEGEL, dem zufolge die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen selbst für exklusive Bundesliga-Übertragungsrechte via Satellit und Kabel bieten wolle. Dies könnte zu einem Bieterkrieg mit dem Bezahlsender führen.

Euro unter Druck, Ölpreise gefallen

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Montag angesichts der anhaltenden Unsicherheit um Griechenland im frühen Handel deutlich gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3059 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7678 Euro wert. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch deutlich über der Marke von 1,31 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,3160 (Donnerstag: 1,3094) Dollar festgesetzt.

Die Ölpreise sind am Montag im asiatischen Handel gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im März fiel im Vergleich zum Handelsschluss am Freitag um 22 Cent auf 114,36 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 60 Cent auf 97,23 Dollar.

mg/dpa-afx

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