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Dax, Dow und Co.: So starteten die Weltbörsen ins Jahr 2012

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS

Ausblick auf die Börsenwoche Anleger bleiben in Kauflaune

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen sind Experten auch für die kommenden Tage optimistisch. Neben vielen Konjunkturdaten stehen auch zahlreiche Unternehmensergebnisse auf dem Programm, etwa von Siemens und Apple. Im Hintergrund dräut allerdings weiter die Schuldenkrise.

Frankfurt am Main - Die Zuversicht der Anleger kehrt nach Einschätzung von Analysten trotz der weiter schwelenden Euro-Schuldenkrise Schritt für Schritt zurück. Nach dem jüngsten Höhenflug rechnen die Experten damit, dass die Aktienmärkte ihre Kursgewinne in der neuen Woche verteidigen. In der vergangenen Woche hat der Dax  4,3 Prozent gewonnen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf gut 8 Prozent - Balsam für die Seelen der Anleger, die das vergangene Jahr nach rasantem Auf und Ab mit einem deutlichen Minus beendet hatten.

"Ich bin verhalten optimistisch, dass wir das Schlimmste hinter uns haben", resümiert Wolfgang Duwe, Aktienstratege bei der Bremer Landesbank. Ähnlich zuversichtlich äußert sich auch Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank. "Es dürfte in der neuen Woche an den Märkten stabil bleiben, vielleicht sogar noch einen leichten Tick nach oben gehen", prognostiziert er. "Die Lage hat sich etwas beruhigt, dazu haben auch die erfolgreichen Anleiheplatzierungen von Euro-Ländern beigetragen."

Ein Störfaktor ist aber nach wie vor noch nicht ausgeräumt, da sind sich die Fachleute einig: Die Schuldenkrise dürfte noch eine ganze Weile die Großbaustelle Europas bleiben und Politiker, Anleger und Analysten weiter beschäftigen. Auch wie es mit dem Dauersorgenkind Griechenland weitergeht, ist noch nicht klar. Kritisch könnte es für Griechenland gleich am Montag werden, wenn die Einigung mit den Banken über einen Schuldenschnitt stehen soll. Kommt diese Einigung nicht zustande, steht die gesamte finanzielle Hilfe für das Land erneut auf der Kippe.

Bilanzsaison läuft auf Hochtouren

Die Experten von der Landesbank Berlin mahnen angesichts der Unsicherheiten auch zur Vorsicht. "Schuldenkrise und Konjunkturausblick bergen weiterhin Abwärtspotenzial", warnen sie in einem Kommentar. Um den Schuldnerstaat Italien wird es am Montag in Brüssel gehen. Dort stellt der italienische Ministerpräsident Mario Monti sein Reformpaket den Finanzministern der Euro-Zone vor. Am Dienstag treffen sich in der belgischen Hauptstadt dann die Finanzminister der Europäischen Union (EU).

Eine ganze Reihe namhafter US-Unternehmen präsentiert in der neuen Woche Ergebnisse, darunter der Internet-Konzern Yahoo  und der Computerkonzern Apple  (beide Dienstag). Aus Deutschland stehen am Dienstag die Quartalsergebnisse des Technologiekonzerns Siemens  an. Einen Tag später folgt der Konsumgüterhersteller Beiersdorf .

Auf der Konjunkturseite wird das Stimmungsbarometer des Ifo-Institutes (Mittwoch) Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Analysten sagen für Januar einen leichten Anstieg auf 107,7 Punkte von 107,2 Zählern im Vormonat voraus. Aus den USA steht am Freitag die erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2011 an. Am Mittwoch wird zudem die US-Notenbank Fed über die Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft entscheiden. Geldpolitische Schritte erwarten Analysten nicht.

cr/rtr
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