Micex-RTS Russische Börsenfusion perfekt

Russlands Machthaber Dmitry Medvedev und Vladimir Putin basteln an der Vision eines Finanzplatzes Moskau, der es mit London und Shanghai aufnehmen soll. Die Fusion der zwei Börsen Micex und RTS ist ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin.
Im Plan: Die Umbaupläne der russischen Machthaber Dmitry Medvedev (l.) und Vladimir Putin nehmen Gestalt an

Im Plan: Die Umbaupläne der russischen Machthaber Dmitry Medvedev (l.) und Vladimir Putin nehmen Gestalt an

Foto: Dmitry Astakhov/ dpa

Moskau - Die Fusion der beiden größten Börsen Russlands - Micex und RTS - ist perfekt. Die neue Börse Micex-RTS nahm am Montag die ersten gemeinsamen Geschäfte auf, wie die Partner nach Angaben der Agentur Itar-Tass mitteilten. Der Zusammenschluss gilt als wichtiger Schritt zu dem von Präsident Dmitri Medwedew geplanten internationalen Finanzzentrum Moskau nach dem Vorbild von London oder Shanghai.

Experten schätzen den Marktwert der fusionierten Börse auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar (3,44 Milliarden Euro). Zuvor hatten RTS-Großaktionäre 53,7 Prozent der Anteile an die Moskauer Interbanken-Devisenbörse (Micex) verkauft.

Den Plänen zufolge zieht sich der Staat aus dem Kapital der neuen Börse zurück. Die Zentralbank Russlands als größter Micex-Aktionär werde ihren jetzigen Anteil von geschätzt rund 24 Prozent auf Medwedews Weisung schrittweise auf Null abbauen. 2013 will Micex-RTS bei günstiger Marktentwicklung selbst Anteile an der Börse anbieten.

Micex war von der Zentralbank 1992 für den Handel mit Fremdwährungen gegründet worden und stieg seitdem zur größten Effektenbörse des Landes auf. Die Börse RTS (Russian Trade System) nahm Anfang Juli 1995 die ersten Geschäfte im klassischen Markt auf Dollar-Basis auf. Der RTS-Index wird seit September 1995 errechnet.

dpa/krk
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