Überschussbeteiligung Infineon stockt Dividende auf

Die seit langem darbenden Aktionäre von Infineon werden in diesem Jahr für ihre Geduld endlich belohnt. Nachdem die Konzernführung ihren Anteilseignern im Februar die erste Beteiligung seit zehn Jahren gegönnt hatte, wird die Zahlung nun sogar erhöht.
Infineon-Mitarbeiter in Dresden: Die Aktionäre sollen am Gewinn des Halbleiterkonzerns beteiligt werden

Infineon-Mitarbeiter in Dresden: Die Aktionäre sollen am Gewinn des Halbleiterkonzerns beteiligt werden

Foto: dapd

München - Die Anteilseigner sollen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von zwölf Cent je Aktie erhalten, teilte Infineon mit. Für das vorangegangene Geschäftsjahr hatte der Halbleiterkonzern erstmals seit zehn Jahren wieder eine Dividende bezahlt und je Aktie zehn Cent springen lassen.

Neben der Überschussbeteiligung will Infineon  seine lange Jahre leidgeprüften Teilhaber mit weiteren Aktienrückkäufen verwöhnen. Für das laufende Programm zum Erwerb eigener Anteile und Anleihen seien bis März 2013 noch 208 Millionen Euro vorgesehen, heißt es weiter. An der Börse kamen die Aussichten gut an: Die Infineon-Papiere legten gut 2 Prozent zu und gehörten damit zu den größten Gewinnern im Dax (Kurswerte anzeigen).

Die geplante Gewinnausschüttung ist erst die dritte in der wechselvollen Geschichte der einstigen Siemens-Tochter. Im Februar hatte Infineon nach zehn verlustreichen Jahren seinen Anteilseignern die erste Beteiligung seit 2000 gegönnt.

Vorstandschef Peter Bauer, der den Konzern vom Rande des Abgrunds in die Gewinnzone geführt hat, will den eingeschlagenen Weg fortsetzen. "Ziel unserer Dividendenstrategie ist es, unseren Aktionären über den Marktzyklus eine nachhaltige Dividende zu zahlen und sie so kontinuierlich am Unternehmenserfolg zu beteiligen", erklärte er.

Sein Haus hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch dank des Verkaufs der Mobilfunktechnik an Intel  einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zur Vorlage der Jahresbilanz in der vergangenen Woche konnte Bauer allerdings noch keine konkreten Angaben zur Dividende machen und bezog deswegen Kritik. Der Aufsichtsrat um den früheren Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hatte sich bis dahin noch nicht mit der Verwendung des Gewinns befasst.

mg/rtr
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