Mittwoch, 16. Oktober 2019

Börse Dax fällt achten Tag in Folge

Börse in Frankfurt: Die Commerzbank steht heute wieder besonders im Fokus der Händler

Der Dax rutscht in einem sehr nervösen Handel unter die Marke von 5500 Zählern.Die enttäuschend verlaufende Aktion deutscher Staatsanleihen sowie Sorgen um die Weltkonjunktur belasten. Der Dax schließt auf 7-Wochen-Tief.

Frankfurt am Main - Belastet von den Sorgen um die Weltkonjunktur und die Schuldenkrise hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch zum achten Mal in Folge im Minus geschlossen. Angesichts eines ganzen Bündels an kursbewegenden Faktoren war der Handel sehr volatil: Letztlich aber ging der Leitindex auf seinem Tagestief und seinem niedrigsten Stand seit sieben Wochen aus dem Handel. Er fiel um 1,44 Prozent auf 5457 Punkte.

Seit dem Zwischenhoch Ende Oktober hat der Dax damit mehr als 15 Prozent verloren. Seit Jahresbeginn sind es mehr als 20 Prozent.

Während frische Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag kein klares Bild lieferten, trübte eine schwache chinesische Industrieproduktion am Morgen die Aussichten für die Weltkonjunktur.

Auch in der Eurozone blieb die Unsicherheit hoch: Wie eine enttäuschende Auktion zehnjähriger deutscher Staatsanleihen zeigte, gerät nun erstmals Deutschland ins Visier der Finanzmärkte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt indes den Vorstoß von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für gemeinsame europäische Staatsanleihen weiterhin ab.

Coba-Aktien legen nach Kurseinbruch wieder zu

Die Börsianer beschäftigte weiterhin der Kapitalbedarf der Commerzbank Börsen-Chart zeigen mit entsprechenden Sorgen um die Liquiditätsversorgung im derzeit schwierigen Markt. Laut Konzernchef Martin Blessing will das Institut die erhöhten Kapitalanforderungen aus eigener Kraft stemmen. Am Vortag war an der Börse über eine Kapitallücke von rund fünf Milliarden Euro spekuliert worden. Ein Sprecher wollte das nicht kommentieren. Händler gehe davon aus, dass Blessing nach den scharfen Verlusten vom Vortag von 15 Prozent in der Aktie vor allem die Investoren beruhigen wolle - die Aktie legte rund 2 Prozent zu.

Ebenfalls positiv reagierten Infineon-Papiere Börsen-Chart zeigen auf eine geplante Dividendenerhöhung um 20 Prozent und sie gewannen zuletzt 1,5 Prozent.

Aktien der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen wurden von Neuigkeiten zur geplanten Übernahme von T-Mobile USA durch den Konkurrenten AT&T ins Minus gedrückt. Berichten zufolge hat der US-Telekomkonzern beim geplanten Kauf von T-Mobile USA eine erneute Schlappe erlitten: Die US-Telekommunikationsaufsic ht FCC habe am Dienstag Bedenken gegen den Deal geäußert und eine strengere Prüfung angeordnet.

Centrotherm profitiert von Hochstufung

Die Papiere der SGL Group Börsen-Chart zeigenwerden im MDax Börsen-Chart zeigen bei einem Abschlag von 1,20 Prozent laut Händlern von erneuten Insiderverkäufen von Aktien des Carbonherstellers belastet. Vorstandschef Robert Köhler hatte in der Vorwoche Aktien für rund 450.000 Euro verkauft. Ein Händler wertete den Verkauf leicht negativ.

An der Indexspitze starteten Wacker Chemie Börsen-Chart zeigen im Kielwasser der deutlichen Aufwärtsreaktion bei vielen Solartiteln einen neuerlichen Erholungsversuch. Sie legten 1,84 Prozent zu.

Centrotherm Börsen-Chart zeigen profitierten indes im TecDax Börsen-Chart zeigen mit plus 6,12 Prozent auf 9,36 Euro von einem positiven Analystenkommentar. Analystin Katharina Cholewa hat das Papier von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und ein Kursziel von 13,80 Euro genannt. Der momentane Aktienkurs spiegele ein übermäßig pessimistisches Szenario wider. Zudem rechne sie mit einem deutlich steigenden Auftragseingang. Spitze in dem Index waren aber Solarworld Börsen-Chart zeigen mit einem Aufschlag von über zehn Prozent.

Euro fällt unter 1,35 Dollar, Ölpreise schwach

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Mittwoch nach der enttäuschend verlaufenen Versteigerung deutscher Staatsanleihen unter die Marke von 1,34 Dollar gefallen. Am späten Vormittag tauchte die Gemeinschaftswährung ab. Gegen Mittag wurde der Euro bei 1,3391 Dollar gehandelt. Das war rund ein Cent weniger als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag noch auf 1,3535 (Montag: 1,3458) Dollar festgesetzt.

Die Ölpreise sind nach nach einer leichten Erholung am Vortag wieder gesunken. Die Aussicht auf steigende Benzinreserven in den USA und die sich abzeichnende konjunkturelle Abkühlung in Europa schickten die Ölpreise laut Händlern wieder auf Talfahrt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Auslieferung im Januar fiel am frühen Morgen auf 108,17 Dollar. Das waren 86 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 1,25 Dollar auf 96,76 Dollar.

mg/dpa-afx

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