Rolls-Royce Milliarden-Deal treibt Aktie an

Rolls Royce hat seinen Anteil am Triebwerkskonsortium IAE an Pratt & Withney verkauft und ein Joint-Venture mit dem Unternehmen verkündet. Der Deal verschafft dem Triebwerkbauer auf Jahre hinaus stete Erträge - die Börse reagiert entsprechend erfreut.
Aufspaltung: Rolls Royce baut um

Aufspaltung: Rolls Royce baut um

Foto: dapd

London - Der milliardenschwere Verkauf seines Anteils am internationalen Triebwerkskonsortium IAE hat der Aktie des britischen Flugzeugmotorenbauers Rolls Royce Flügel verliehen. Die Papiere stiegen an der Londoner Börse am Donnerstag zwischenzeitlich um mehr als 6 Prozent.

Rolls Royce kündigte an, künftig in einem Joint Venture gemeinsam mit dem US-Triebwerksproduzenten Pratt & Whitney treibstoffsparende Motoren für mittelgroße Flugzeuge entwickeln zu wollen. Ziel sind die Flugzeuge der neuen Generation, die etwa ab dem Jahr 2020 auf den Markt kommen werden. Ein Sprecher von Rolls Royce gab den Bedarf des Marktes in den nächsten 20 Jahren mit etwa 45.000 Triebwerken an.

Im Gegenzug zog sich Rolls Royce aus der Neumotorisierung der bestehenden Flugzeuggeneration zurück und verkaufte seinen IAE-Anteil zum Preis von 1,5 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro) an Pratt & Whitney. Rolls Royce erhält darüber hinaus für 15 Jahre eine feste Zahlung pro Flugstunde für die von den Briten mitentwickelten Triebwerke des Typs V 2500, die in der Airbus-320-Familie eingesetzt werden. Dies sichere Rolls Royce allein im Jahr 2012 rund 140 Millionen US-Dollar und in den Folgejahren vermutlich mehr als 100 Millionen Dollar.

got/dpa
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