Börsenschluss Dax legt zum fünften Mal in Folge zu

Der Dax ist am Dienstag dank einer Aufholjagd im späten Handel mit einem moderaten Plus aus dem Handel gegangen. Am Ende legte der deutsche Leitindex um 0,30 Prozent auf 5865,01 Punkte zu und beendete den fünften Handelstag in Serie mit Kursgewinnen.
Börse in Frankfurt: Banges Warten auf die Entscheidung in der Slowakei

Börse in Frankfurt: Banges Warten auf die Entscheidung in der Slowakei

Foto: KIRILL IORDANSKY/ REUTERS

Frankfurt am Main - Die Hängepartie im slowakischen Parlament zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF hat die Aktienanleger vorsichtig gestimmt. In Europa schlossen der EuroStoxx  am Dienstag mit Abschlägen von jeweils 0,5 Prozent. Der Dax  rettete sich dagegen mit 0,3 Prozent auf 5865,01 Zähler ins Plus und schloss damit den fünften Handelstag in Folge höher. Etwas Rückenwind erhielt der deutsche Leitindex im Laufe des Nachmittags von der Wall Street , an der vor allem die Technologiebörse Nasdaq zulegen konnte.

Seit dem vergangenen Dienstag hat der Dax insgesamt rund 12,5 Prozent gut gemacht. Für den MDax  ging es an diesem Dienstag um 0,52 Prozent auf 8.723,67 Punkte nach oben, der TecDax  zeigte sich mit minus 0,02 Prozent auf 671,89 Punkte kaum verändert.

Insgesamt blieben die Anleger aber zurückhaltend. Einem Händler zufolge hoffen alle Börsianer, dass sich die Politiker zu einer Erweiterung durchringen können. "Aber so lange das Ergebnis nicht da ist, dominiert die Unruhe." Die Verstärkung des Euro-Rettungsschirms, die von allen 17 Euro-Staaten angenommen werden muss, hängt nur noch von einer Zustimmung der Slowakei ab.

Die Vertreter der vier Regierungsparteien haben in Bratislava bis zum Börsenschluss in Europa jedoch keine Einigung erzielt. Der kleinere Koalitionspartner SAS kündigte an, dem Votum fernzubleiben. Womöglich wird in dieser Woche mehrmals über die Erweiterung abgestimmt, selbst wenn zunächst keine Zustimmung erreicht wird.

Schlusslicht im Dax waren die schon am Vortag deutlich unter Druck geratenen Metro-Papiere. Sie verloren 2,84 Prozent auf 31,260 Euro. Nach Bekanntwerden des Abschieds von Konzernchef Eckhard Cordes hatte die schweizerische Bank UBS die Aktien des Handelskonzerns abgestuft. Zudem hatte Metro im Machtkampf beim Elektronikhändler MediaSaturn eine Schlappe erlitten. Das Landgericht Ingolstadt hatte am Dienstag den Minderheitseignern um den Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals den Rücken gestärkt und das Vetorecht der Minderheit gesichert.

Die anhaltende Unsicherheit über den Ausgang der Schuldenkrise machte sich vor allem bei den Finanzwerten bemerkbar, die ein Auf und Ab erlebten. Der europäische Bankenindex gab bis zu 1,3 Prozent nach, schloss aber 0,1 Prozent fester. Am deutschen Aktienmarkt verloren die Commerzbank 1,8 Prozent, während die Deutsche Bank mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent aus dem Handel ging. Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,83 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,31 Prozent auf 129,35 Punkte. Der Bund Future verlor 0,10 Prozent auf 134,48 Punkte. Der Euro stieg, die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3607 (Montag: 1,3593) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7349 (0,7357) Euro.

mg/dpa-afx