Flugzeugvermieter AIG will Tochter an die Börse bringen

Der US-Versicherer AIG benötigt frisches Geld, um seine Staatshilfe zurückzuzahlen. Deshalb will der Konzern seine Flugzeugleasing-Tochter an die Börse bringen - trotz erheblicher Turbulenzen an den Märkten.
Staat noch größter Aktionär: Der US-Versicherer AIG will den Erlös aus dem Börsengang seiner Tochter ILFC auch dazu verwenden, um Staatshilfe zurückzuzahlen

Staat noch größter Aktionär: Der US-Versicherer AIG will den Erlös aus dem Börsengang seiner Tochter ILFC auch dazu verwenden, um Staatshilfe zurückzuzahlen

Foto: MARIO TAMA/ AFP

New York - Trotz der Turbulenzen an den internationalen Börsen wagt der weltgrößte Flugzeugvermieter ILFC den Gang aufs Parkett. In einem ersten Schritt will das Unternehmen bis zu 100 Millionen US-Dollar (70 Millionen Euro) bei Investoren einsammeln. Wann der Börsengang genau starten soll, ist aber noch offen.

Die International Lease Finance Corp. (ILFC) gehört zu den größten Abnehmern der Flugzeughersteller Airbus und Boeing . Das Unternehmen hat mehr als 1000 Maschinen im Bestand, die es an Fluggesellschaften in aller Welt weitervermietet. 236 weitere Jets sind bestellt.

ILFC ist eine Tochter des angeschlagenen US-Versicherungsriesen American International Group (AIG) , der in der Finanzkrise vom Staat hatte aufgefangen werden müssen. Über den Börsengang versucht AIG, weiteres Geld in die Kasse zu spülen, um den Steuerzahler auszuzahlen. Der Staat ist immer noch der größte Aktionär des Versicherers.

rei/ dpa-afx
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