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25 Prozent Minus im August: Die Dax-Werte im Vergleich

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS

Börse Dow Jones zieht Dax zurück ins Plus

Erneute Zitterpartie für Anleger: Der Dax legte im frühen Handel knapp 3 Prozent zu, rutschte kurzzeitig zurück ins Minus - und schloss dank der Kursgewinne an der Wall Street rund 1 Prozent fester. Börsianer hoffen nach erneut schwachen Konjunkturdaten auf weitere Hilfen der Fed am Freitag.

Frankfurt am Main - Der Dax  schloss am Dienstag auf Xetra mit einem Gewinn von 1,1 Prozent bei 5532 Zählern, nachdem er am frühen Nachmittag zeitweise schon ins Minus abgerutscht war. Der MDax  der mittelgroßen Werte legte am Dienstag 0,6 Prozent zu und der TecDax  rückte um 1,6 Prozent vor.

Grund für den erneuten Erholungsversuch sind die jüngsten Kursgewinne an der Wall Street. Der Dow Jones  baute zuletzt seine Gewinne auf 1,2 Prozent aus und näherte sich wieder der Marke von 11.000 Zählern. Auch der Nasdaq Composite  legte zu.

Einige Börsianer begründeten den robusten Start an der Wall Street damit, dass die von der US-Einlagensicherung FDIC geführte Liste der US-Problembanken angeblich erstmals seit 2006 wieder kürzer geworden sei. In Grenzen gehalten wurde das Kursplus Marktteilnehmern zufolge auch von Aussagen des ehemaligen Fed-Chefs Alan Greenspan. Dieser habe gesagt, dass der Euro zusammenbrechen werde.

Enttäuschende Daten um US-Häusermarkt

Von der Konjunkturseite gab es am Nachmittag erneut schlechte Nachrichten. In den USA sind die Neubauverkäufe im Juli stärker als erwartet gefallen. Auf Monatssicht sei die Zahl um 0,7 Prozent auf 298.000 Häuser gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit 310.000 Häusern gerechnet. Im Juni hatte die Zahl bei revidiert 300.000 gelegen.

Gold zeitweise über 1900 Dollar je Unze

Die Nervosität an den Märkten bleibt allerdings sehr hoch. Indikator für das Misstrauen ist der Goldpreis, der in der Nacht zum Dienstag die Marke von 1900 Dollar je Unzeknackte. Anschließend ging der Goldpreis jedoch wieder leicht zurück.

Anleger warten auf Notenbank-Treffen in Jackson Hole

Für Rückenwind sorgte Börsianern zufolge wie schon am Vortag vor allem die Hoffnung auf neue Unterstützungsmaßnahmen der US-Notenbank. Von der Rede des Fed-Chefs Ben Bernanke am Freitag auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole erhoffen sich Anleger eine weitere Runde geldpolitischer Lockerung ("QE3"). An gleicher Stelle hatte er bereits das "QE2" angekündigt.

Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und China halfen nur kurzfristig

Am Morgen hatten hatten positive Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und China eine kräftige Erholungsbewegung ausgelöst. Die Konjunkturindizes der europäischen Einkaufsmanager gingen im August zwar zurück, jedoch nicht so stark wie befürchtet. Derjenige für die deutsche Industrie blieb sogar stabil. Lediglich das Barometer für die Aussichten des deutschen Dienstleistungssektors fiel überraschend stark.

ZEW-Index sorgt für Ernüchterung

Einen Dämpfer erhielt der deutsche Aktienmarkt jedoch anschließend vom drastisch eingetrübten ZEW-Index, der im August um 22,5 Punkte auf minus 37,6 Zähler eingebrochen war. "Die Daten sind insbesondere in punkto Konjunkturausblick ernüchternd", sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank.

Autotitel: VW und BMW gefragt

Gewinne im Dax verbuchten Aktien der Autobauer, die während der Talfahrt der vergangenen Wochen überdurchschnittlich verloren hatten. BMW  und Volkswagen zählten am Dienstag zu den stärksten Werten im deutschen Leitindex.

BMW verfüge dank des Einstiegs in Märkte wie Russland, Brasilien oder Indien über gute Wachstumsaussichten, schrieb WestLB-Analyst Adam Hull in einem Kommentar. Volkswagen sei angesichts des steigenden Marktanteils der Marken VW und Audi weiterhin sein Favorit unter den drei großen deutschen Herstellern.

Hochstufungen von Goldman Sachs beflügeln Solarwerte

Hochstufungen und Kursziel-Anhebungen beflügelten unterdessen die Solar- und Windenergiewerte. Mit einem Plus von 7,6 beziehungsweise 4,6 Prozent gehörten Centrotherm und Nordex zu den Top-Werten im TecDax. Die Aktien der beiden Solarindustrie-Zulieferer Wacker Chemie und Manz zogen um rund 5 Prozent an.

Aus dem Solarsektor wurden Centrotherm und Wacker Chemie von den Experten der US-Bank Goldman Sachs auf 'Buy' hochgestuft. Zudem wurde die Einstufung für die Papiere von Nordex auf "Neutral" angehoben.

la/dpa-afx
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