"Squeeze-out" KKR will Versatel von der Börse nehmen

Der Finanzinvestor KKR hat beinahe 100 Prozent der Aktien des Telekomanbieters Versatel erworben. Doch das reicht dem Käufer noch nicht: KKR plant einen Squeeze-out der restlichen Aktionäre und will Versatel von der Börse nehmen.  
Versatel-Zentrale in Düsseldorf: KKR will die Telekomfirma von der Börse nehmen.

Versatel-Zentrale in Düsseldorf: KKR will die Telekomfirma von der Börse nehmen.

Foto: DPA

Hamburg - Die VictorianFibre Holding, die zur Gruppe des Finanzinvestors Kohlberg Kravis Roberts (KKR) gehört, verfügt nach Ablauf der Annahmefrist des Übernahmeangebots für Versatel eigenen Angaben zufolge über insgesamt 43.427.395 Aktien des Unternehmens. Dies entspricht rund 98,7 Prozent aller ausgegebenen und im Umlauf befindlichen Versatel-Aktien, so VictorianFibre in einer Mitteilung.

Auch über die nächsten Schritt zur Umsetzung der Unternehmensstrategie gibt die Firma Auskunft: Unter anderem habe VictorianFibre einen Ausschluss von Minderheitsaktionären, ein so genanntes Squeeze-out also, eingeleitet. So soll Versatel von der Börse genommen werden. Die dafür erforderliche außerordentliche Aktionärsversammlung ist noch vor Ende des Jahres 2011 avisiert.

Daneben wurden Henrik Kraft, Jakob Kjellberg und Johannes Huth von KKR auf der Jahreshauptversammlung am 9. August 2011 in den Aufsichtsrat von Versatel gewählt, so die Mitteilung weiter.

cr

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.