Börse Aktienkurse fahren Achterbahn

Auf und Ab an der Börse: Der Dax startet im Plus, rutscht ins Minus und dreht zum Schluss wieder in die Gewinnzone. Wichtigster Markttreiber waren die Sorgen um den Bankensektor in Frankreich - die am Nachmittag durch Äußerungen der dortigen Notenbank gedämpft werden. 
Hoffen und Bangen in Frankfurt: Der Dax setzt das Auf und Ab der vergangenen Tage fort

Hoffen und Bangen in Frankfurt: Der Dax setzt das Auf und Ab der vergangenen Tage fort

Foto: dapd

Frankfurt - Angefeuert von weiteren Gerüchten um die Stabilität der französischen Banken haben sich die Börsenkurse in Europa am Donnerstag auf Berg- und Talfahrt begeben. Der deutsche Leitindex Dax  fiel am Mittag auf ein neues Jahrestief, nachdem er am Vormittag noch um 3,5 Prozent zugelegt hatte.

Nach Öffnung der Wall Street drehte der Markt erneut die Richtung. Der Dow Jones  bei 10.729 Punkten und damit fast unverändert, legte dann aber deutlich zu. Auch der Dax kletterte bis Handelsschluss auf ein Plus von mehr als 3 Prozent.

Ähnlich verlief es an der Börse in London: Der Kurs des FTSE 100  öffnete am Morgen mit mehr als 2 Prozent im Plus. Etwa zeitgleich mit den übrigen europäischen Indizes fiel er am Mittag ab, um mehr als ein Prozent - und stieg anschließend wieder.

Den Anfang der mittäglichen Talfahrt machte mit einem Minus von 3,2 Prozent der französische Index CAC 40 . Wie schon am Vortag befeuerten Spekulationen um die Stabilität der französischen Banken den Absturz. Entsprechend verloren vor allem die Bankaktien deutlich. "Dem Markt wird langsam bewusst, dass die französischen Banken einen relativ hohen Bestand an italienischen Anleihen und solchen aus anderen Peripherie-Staaten haben", erklärte Analystin Jane Foley von der Rabobank. "Aber die gestrige Reaktion schien sehr extrem." Nach Gerüchten um eine Herabstufung der Bonität Frankreichs und einen drohenden Bankrott der Großbank Société Générale  war deren Kurs am Mittwoch um fast ein Fünftel eingebrochen.

Am Donnerstag bemühten sich deshalb die Bank selbst wie auch die französische Notenbank, die Lage zu beruhigen. "Wir machen beständig Gewinne, wir haben unser Kapital verstärkt, es gibt kein Problem für die Société Générale", versicherte deren Chef Frédéric Oudéa im Radiosender RTL. "Die jüngsten Entwicklungen an den Börsen beeinträchtigen nicht die finanzielle Solidität der französischen Banken oder die Widerstandsfähigkeit, die sie seit Ausbruch der Krise gezeigt haben", erklärte Notenbankchef Christian Noyer.

mg/cr/afp/dpa-afx/rtr