Börsenticker Nullzins bis 2013 - Wall Street feiert

Die US-Notenbank will den Leitzins für mindestens zwei Jahre nahe Null belassen. Fed-Chef Ben Bernanke ließ offen, ob die Notenbank weitere Anleihen kaufen  wird. An der Wall Street legten die Indizes im späten Handel deutlich zu: Der Dow Jones schloss auf Tageshoch.
Fed-Chef Ben Bernanke: Leitzins bleibt bis "mindestens Mitte 2013 extrem niedrig"

Fed-Chef Ben Bernanke: Leitzins bleibt bis "mindestens Mitte 2013 extrem niedrig"

Foto: JASON REED/ REUTERS

22.00 Uhr: Erleichterung an der Wall Street: Nach einem kurzen Rücksetzer unmittelbar nach der Fed-Sitzung drehen die Indizes an der US-Börse wieder ins Plus und bauen im späten Handel ihre Gewinne deutlich aus. Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) Jones schließt mit einem Gewinn von rund 4 Prozent (430 Punkten) bei 11.239 Zählern auf Tageshoch. Auch die Technologiebörse Nasdaq (Kurswerte anzeigen) legt deutlich zu.

20.35 Uhr: Die US-Notenbank will angesichts der Gefahr eines Rückfalls der USA in eine neue Rezession der Wirtschaft noch mindestens für zwei Jahre mit ultra-niedrigen Zinsen unter die Arme greifen. Wie die Federal Reserve nach einer Sitzung ihren Offenmarktausschusses am Dienstagabend mitteilte, soll der Leitzins demnach bis "mindestens Mitte 2013 extrem niedrig bleiben". Derzeit liegt das Zinsniveau in einer Spanne zwischen null bis 0,25 Prozent.

Fed-Chef Ben Bernanke ließ jedoch offen, ob und gegebenenfalls wann er weitere Milliarden für neue Staatsanleihenkäufe in die Hand nehmen könnte. Insgesamt hätten sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den USA zuletzt verschlechtert, besonders auf dem ohnehin gebeutelten Arbeitsmarkt.

Das von den Investoren erhoffte dritte Ankaufprogramm wird es also zunächst nicht geben. Die Fed kündigte aber an, ihre inzwischen mit US-Anleihen aufgeblähte Bilanz konstant zu halten - also fällig werdende Anleihen zu ersetzen. Der Leitzins bleibt bei 0 bis 0,25 Prozent.

Die Finanzmärkten reagierten zunächst enttäuscht. Der Dollar gab zu dem Euro und anderen wichtigen Währungen nach. An der Wall Street bröckelten die Kurse bröckelten zunächst ab. Gold verteuerte sich deutlich. Der Dow Jones  notierte bis 20.45 Uhr 0,5 prozent in der Verlustzone.

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Dax 2011: Nur noch 3 Dax-Werte seit Jahresstart im Plus

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

20.00 Uhr: Der Dow Jones  reduziert seine Gewinne auf rund 1 Prozent. Die Nervosität vor der Erklärung der US-Notenbank steigt.

18.15 Uhr: Der US-Leitindex notiert weiterhin rund 2 Prozent im Plus und hat die Marke von 11.000 Zählern zurückerobert. Um 20.15 Uhr MESZ wird die US-Notenbank Federal Reserve ihre Erklärung abgeben: Sollten die vom Markt erwarteten Hilfsmaßnahmen und neuen Anleihekäufe (QE 3) ausbleiben, dürfte es am Aktienmarkt noch einmal sehr turbulent werden.

17.35 Uhr: Durchatmen am deutschen Aktienmarkt: Der Dax (Kurswerte anzeigen) schließt auf Xetra nur 0,1 Prozent im Minus bei 5917 Zählern, nachdem er am Vormittag zeitweise um 7 Prozent auf 5502 Zähler abgerutscht war. Die Nebenwerte-Indizes MDax  und TecDax  schlossen klar im Plus.

Grund für die Erholung waren Gewinne an der Wall Street: Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) legte bis zum Abend rund 2 Prozent zu. Heute Abend kommt der Offenmarktausschuss der US-Notenbank zusammen: Anleger setzen darauf, dass die Fed ihre umstrittenen Anleihekäufe (QE 3) wieder aufnimmt und den Markt auf diese Weise erneut mit Geld flutet.

Damit ist ein Börsencrash zumindest laut der technischen Definition bislang noch knapp vermieden worden. Von einem Börsenkrach wird gesprochen, wenn die Aktienkurse binnen weniger Tage um mindestens 20 Prozent einbrechen oder an einem Tag um 10 Prozent. Die Börse in Frankfurt am Main verzeichnete binnen einer Woche Kursverluste von knapp 18 Prozent, London um 15 Prozent und Paris um 12,9 Prozent.

16.45 Uhr: Der Euro (Kurswerte anzeigen) hat sich am Dienstag angesichts der Beruhigung an den Aktienmärkten leicht erholt. Im Nachmittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,425 US-Dollar und damit rund einen halben Cent mehr als am Morgen.

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Dax 2011: Nur noch 3 Dax-Werte seit Jahresstart im Plus

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16.34 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) steht bei 5929,81 Punkten und liegt damit erneut knapp mit 0,11 Prozent im Plus. Beflügelt wird der deutsche Leitindex vom Dow Jones (Kurswerte anzeigen), der inzwischen deutlich zulegen konnte.

15.55 Uhr: Nach ihrer rasanten Talfahrt zum Wochenbeginn haben die US-Börsen am Dienstag zu einer moderaten Erholung angesetzt. Gestützt wurden die Kurse von Spekulationen über vertrauensbildende Maßnahmen für die Finanzmärkte durch die US-Notenbank (Fed). Der Leitindex Dow Jones Industrial  , der tags zuvor um mehr als 600 Punkte eingebrochen war und damit den größten Tagesverlust seit Ende 2008 erlitten hatte, legt kurz nach Börsenstart um mehr als ein Prozent zu. Zuletzt gewann er 0,39 Prozent auf 10.852,54 Punkte. Der Nasdaq Composite (Kurswerte anzeigen) gewann 0,65 Prozent auf 2.372,94 Punkte.

15.45 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) rutscht nach einer kurzen Erholung erneut ins Minus und verliert innerhalb weniger Minuten fast 2 Prozent auf 5824,04 Punkte (minus 1,68 Prozent).

15.40 Uhr: Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) notiert im frühen US-Handel freundlich. Der Index legt um rund 0,85 Prozent auf 10.901,73 Punkte zu.

15.31 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) schafft es ins Plus und steht bei 5923,40 (plus 0,13 Prozent). MDax  (plus 2,04) und TecDax  (plus 2,02) gewinnen deutlich hinzu.

15.25 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) reduziert auf Grund der freundlichen US-Futures seine Verluste auf 0,4 Prozent und notiert zuletzt wieder bei 5900 Punkten. Am Vormittag war der Index um mehr als 6 Prozent abgestürzt.

14.45 Uhr: Die US-Börsen dürften am Dienstag nach der rasanten Talfahrt vom Vortag zu einer Kurserholung ansetzen. Rund eine Stunde vor dem Handelsauftakt lag der Future auf den Dow Jones Industrial (Kurswerte anzeigen) mit 0,9 Prozent im Plus bei 10.827 Punkten. Zuvor hatte es aber im vorbörslichen Handel extreme Kursschwankungen gegeben. Am Vortag war der Dow Jones um 5,5 Prozent auf unter 11.000 Punkte eingebrochen und hatte den tiefsten Stand seit Oktober 2010 markiert.

14:30 Uhr: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao fordert eine internationale Zusammenarbeit, um die Finanzmärkte zu beruhigen.

14.15 Uhr: Die Europäische Zentralbank hat am Dienstag Referenzkurs für den Euro in Dollar  1,4267 (Vortag: 1,4225 ) festgestellt.

14.10 Uhr: Der Sinkflug am Aktienmarkt lastet auch auf den Ölpreisen. Die Preise sanken erneut, holten sich aber im Mittagshandel von ihren Tiefstständen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Kurswerte anzeigen) zur September-Lieferung fiel um 14 Cent auf 103,60 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 85 Cent auf 80,546 Dollar. Trotz der nachlassenden Konjunktur wird der Bedarf an Rohöl nach Einschätzung der Opec im laufenden und kommenden Jahr zunehmen. Wie die Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) am Dienstag in ihrem monatlichen Prognosebericht mitteilte, wird der weltweite Hunger nach Rohöl in diesem Jahr im Vergleich zu 2010 um täglich 1,2 Millionen Barrel steigen. Für das Jahr 2012 rechnet die OPEC mit einem Mehrbedarf von 1,3 Millionen Barrel täglich.

13.50 Uhr: Die Renditen auf zehn Jahre laufende Schuldenpapiere der Bundesrepublik sind am Dienstag von 2,260 auf 2,320 Prozent gestiegen. Das heißt, dass Investoren die deutschen Papiere als riskanter einschätzen als bislang. Die Händler befürchten offenbar, dass Deutschland in der europäischen Schuldenkrise immer mehr Hilfen für andere Staaten schultern muss.

13.30 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) hat sich nach seinem Tief am Vormittag deutlich erholt. Der Index notiert bei 5820 Punkten (minus 1,7 Prozent). Gewinner sind allen voran HeidelbergCement (Kurswerte anzeigen), die 2,5 Prozent auf 32,71 Euro zulegen. BMW (Kurswerte anzeigen)erholen sich etwas von den Kurseinbrüchen der vergangenen Tage und liegen mit einem Plus von 2,4 Prozent bei 56,46 Euro. Infineon (Kurswerte anzeigen) geht es ähnlich: Die Aktie verbesserte sich um 2,0 Prozent auf 5,56 Euro.

13.23 Uhr: Der EuroStoxx 50 (Kurswerte anzeigen) dreht ins Plus (0,2 Prozent) und liegt bei 2291,44 Punkten.

12.30 Uhr: Der Ölpreis fällt angesichts der Finanzkrise weiter: Das für Europa wichtige Brent Öl  kostete am Dienstag 101 Dollar pro Barrel (159 Liter), ein Rückgang von 4 Dollar seit Montag. Der Ölpreis fällt seit Tagen. Grund ist die Sorge vor einer Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft und damit vor einer geringeren Nachfrage nach Öl.

12.25 Uhr: Die Aufmerksamkeit der Anleger wird vor allem durch das Marktumfeld gebunden. Dennoch reagierten bis zum Mittag auch einige Aktien auf aktuelle Unternhemensnachrichten. So rutschten RWE (Kurswerte anzeigen) nach Halbjahreszahlen auf den tiefsten Stand seit Ende 2003 und verloren 5,51 Prozent auf 29,000 Euro. Papiere der Lufthansa (Kurswerte anzeigen) profitierten mit einem unterdurchschnittlichen Verlust von 1,81 Prozent auf 11,685 Euro von dem abgewendeten Streik der Fluglotsen.

12.08 Uhr: Der Kurs des Euro in Dollar (Kurswerte anzeigen) hat am Dienstag im Mittagshandel trotz der Turbulenzen an den Aktienmärkten seine Kursgewinne ausgeweitet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4272 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise nur 1,4150 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,4225 (Freitag: 1,4155) Dollar festgesetzt. Der Eurokurs habe von der weiteren Entspannung an den Anleihemärkte in Italien und Spanien profitiert, sagten Händler.

12.00 Uhr: An der Wall Street ist mit weiteren Verlusten zu rechnen. Die Futures für den S&P 500, Dow Jones und Nasdaq tendieren gut ein Prozent im Minus.

11.55 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) bleibt volatil und klettert auf einen zwischenzeitlichen Stand von 5743 Punkten (minus 3,04 Prozent). Auch die europäischen Aktien verhalten sich volatil. Einen Hinweis auf das Ausmaß der Kursschwankungen lieferte der VStoxx-Index, der den Grad der Volatilität an den europäischen Börsen widerspiegelt. Im Vormittagshandel sprang der Index zeitweise 12 Prozent nach oben. Zu den stärksten Verlieren im EuroStoxx 50 (Kurswerte anzeigen) zählen die Papiere führender britischer Banken.

11.30 Uhr: Der Dax  pendelt sich nach einem dramatischen Kursrutsch bei einem Minus von rund 5 Prozent ein. Indexstand: 5611,57.

11:26 Uhr: Der Dollar fällt unter die für eine Intervention kritisch geltende Marke von 77 Yen.

11.00 Uhr: Die Risikoaufschläge für spanische und italienische Staatsanleihen sind weiter gefallen. Die Rendite von zehnjährigen spanischen Papieren sank um 0,17 Prozentpunkte auf 4,955 Prozent. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen ging um 0,15 Prozentpunkte auf 5,113 Prozent zurück. Am vergangenen Freitag hatten die Renditen von beiden Ländern noch über der Marke von sechs Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat laut Händlern am Dienstag erneut Anleihen beider Staaten gekauft.

10.50 Uhr: Der Dax ist am Dienstag zeitweise um mehr als 7 Prozent eingebrochen, nachdem er es in den ersten Handelsminuten noch ins Plus geschafft hatte. Damit ist der Dax (Kurswerte anzeigen) den zehnten Tag in Folge im Minus und baut seine Verluste bis auf 25 Prozent aus. Für den MDax (Kurswerte anzeigen) ging es um 5,44 Prozent auf 8075 Prozent nach unten und der TecDax (Kurswerte anzeigen) fiel um 5,32 Prozent auf 643 Punkte.

10.34 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) weitet seine Verluste auf 7,1 Prozent aus. Der Indexstand: 5502.

10.30 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) verliert massiv um 5,05 Prozent auf 5624 Punkte.

10.00 Uhr: Der Kurssturz an der Deutschen Börse setzt sich fort. Der Dax (Kurswerte anzeigen) verliert 180 Punkte (minus 3,04 Prozent) und erreicht einen Indexstand von 5743 Zählen. MAN (Kurswerte anzeigen) (minus 7,47 Prozent) und K+S (Kurswerte anzeigen) (minus 6,83) führen die Verliererliste an.

09.45 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) gibt seine kurzfristigen Gewinne ab und rutscht deutlich ins Minus. Aktueller Stand: 5800,76 Punkte (minus 2.07 Prozent). Gewinner sind bislang Aktien der Allianz (Kurswerte anzeigen) (+2,26 Prozent), Verlierer Anteilsscheine der Energieversorger Eon (Kurswerte anzeigen) (minus 3,51 Prozent) und RWE (Kurswerte anzeigen) (minus 4,26 Prozent).

09.44 Uhr: Die Talfahrt an den Aktienmärkten heizt die Rekordjagd des Goldpreises weiter an. Nur einen Tag, nachdem der Preis erstmals auf mehr als 1700 Dollar je Feinunze stieg, legte er um weitere 70 Dollar zu. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold in Dollar  in der Spitze bis auf 1771,05 Dollar. Im frühen asiatischen Handel hatte die Feinunze noch 1716,01 Dollar gekostet.

09.40 Uhr: Die führenden europäischen Börsen haben ihre rasante Talfahrt am Dienstag vorerst beendet. Der EuroStoxx 50 (Kurswerte anzeigen) verzeichnete zum Auftakt einen Gewinn von 0,82 Prozent auf 2305,64 Punkte, nachdem er zuvor an elf Handelstagen abrutschte. Der Cac 40 (Kurswerte anzeigen) in Paris machte 1,22 Prozent auf 3163,21 Punkte gut, der FTSE 100 (Kurswerte anzeigen) in London erholte sich dagegen nur leicht mit 0,23 Prozent auf 5080,36 Punkte.

09.33 Uhr: Der positive Handelsstart an den europäischen Aktienbörsen gibt dem Euro Rückenwind. Die Gemeinschaftswährung gewinnt zum Schweizer Franken mehr als ein Prozent. Und auch zur US-Währung legt sie um 0,7 Prozent auf 1,4275 Dollar zu. Rückenwind erhielt der Euro nach Angaben von Händlern auch von der Ankündigung der EZB, weiter Anleihen aufzukaufen.

09.21 Uhr: Nach einem Blitzstart fällt der Dax (Kurswerte anzeigen) erneut unter die 6000-Punkte-Marke zurück und notiert bei 5964 Punkten (plus 0,7).

09.15 Uhr: Im frühen Handel erholt sich der deutsche Leitindex kräftig auf 6001 Punkte (plus 1,32 Prozent) und durchbricht damit die 6000-Punkte-Marke.

09.09 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) dreht ins Plus und liegt kurz nach Börsenstart bei 5996 Punkten (plus 1,23 Prozent). Zuvor hatten die Börsen in Asien deutliche Verluste verzeichnet, sich gegen Handelsschluss aber teilweise wieder etwas erholt.

09.00 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) notiert zu Beginn des Handels leicht im Minus bei einem Stand von 5896 Punkten.

08.30 Uhr: Angesichts der weiterhin großen Unsicherheit an den Märkten dürfte der Dax (Kurswerte anzeigen) auch am Dienstag mit Verlusten in den Handel starten. Händler erwarten, dass der Dax zum Auftakt um rund 3 Prozent nachgibt und unter die Marke von 5800 Zählern fällt. Am Vortag war der Dax seit erstmals Anfang September 2010 wieder unter die Marke von 6000 Punkten gerutscht. Das Minus der vergangenen neun Handelstage liegt damit bei mehr als 18 Prozent.

08.15 Uhr: Erholung im späten Handel: An der asiatischen Leitbörse in Tokio schloss der Nikkei (Kurswerte anzeigen) 1,7 Prozent schwächer bei 8944 Zählern, nachdem die Kurse zeitweilig um bis zu 5 Prozent nachgegeben hatten. Die Börse in Seoul schloss mit einem Minus von 3,6 Prozent. Die Börse in Sydney schloss sogar mit 1,2 Prozent im Plus.

08.00 Uhr: Die Ölpreise haben ihre Talfahrt im asiatischen Handel fortgesetzt. Der Preis für Brent-Öl fiel dabei unter die Marke von 100 Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Kurswerte anzeigen) zur September-Lieferung kostete zuletzt mit 98,74 Dollar knapp 5 Prozent weniger als am Montagabend. Am Freitag hatte ein Faß der Sorte Barrel noch rund 108 Dollar gekostet. Ebenfalls nach unten gingen die Kurse für US-Öl. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 6,9 Prozent auf 75,71 Dollar. Hier summieren sich die Verluste seit Freitagabend jetzt auf rund 10 Dollar oder rund 12 Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang am Ölmarkt innerhalb von zwei Tagen seit der Weltwirtschaftskrise im Herbst 2008.

07.45 Uhr: Der Kurs des Euro  hat sich im frühen Handel etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4240 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7025 Euro wert. Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise nur 1,4152 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,4225 (Freitag: 1,4155) Dollar festgesetzt.

07.30 Uhr: Im Sog der drastischen Kursverluste in New York und Tokio wird der Dax (Kurswerte anzeigen) nach Einschätzung von Börsianern mit erneuten kräftigen Abschlägen in den Tag starten. Finspreads taxierte den deutschen Leitindex um 4,87 Prozent tiefer. Am Vortag war der Dax erstmals seit Anfang September 2010 wieder unter die Marke von 6000 Punkten gerutscht und schloss 5 Prozent tiefer bei 5923,27 Punkten. Das Minus der vergangenen neun Handelstage liegt damit bei mehr als 19 Prozent.

07.15 Uhr: Nach den Kursstürzen der Wall Street am Montag erlebten die Börsen im Asien-Pazifik-Raum gleich nach Handelsbeginn erneut deutlich Verluste, konnten sich aber im Handelsverlauf zumindest etwas erholen. So verlor der Leitindex Nikkei 225 (Kurswerte anzeigen) bis zirka eineinhalb Stunden vor Handelsende 2,50 Prozent auf 8871 Punkte und fiel damit erstmals seit Mitte März wieder unter die 9000-Punkte-Marke. Im Handelsverlauf war der Nikkei bis auf 8657 Punkte gefallen. Der breiter gefasste Topix  sank 3,59 Prozent auf 755 Punkte. Auch die chinesischen Aktienmärkte gaben nach - teils um mehr als 7 Prozent. Auch hier erholten sich die Kurse zuletzt etwas.

07.00 Uhr: Der Dow Jones  hatte am Montagabend mit minus 5,55 Prozent auf 10.809,85 Punkten geschlossen - dem tiefsten Stand seit Oktober 2010. Der breit gefasste S&P 500 brach um 6,66 Prozent auf 1119,46 Punkte ein und auch die Nasdaq-Indizes zeigten sich nach ihren insgesamt 7- und 8-prozentigen Verlusten in der Vorwoche erneut extrem schwach: Der Nasdaq 100 (Kurswerte anzeigen) verlor 6,11 Prozent auf 2060,29 Punkte und der Composite-Index noch deutlichere 6,90 Prozent auf 2357,69 Punkte.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte mit ihrer nach Börsenschluss die ohnehin hohe Nervosität an den Finanzmärkten noch einmal erhöht. Bereits zuvor waren die Aktienmärkte wegen der Schuldenkrisen in Europa und den Vereinigten Staaten in die Knie gegangen. So befindet sich zum Beispiel der Dax seit einigen Tagen im freien Fall und sackte zuletzt um rund ein Fünftel ab.

mg/rtr/dpa-afx

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