Teurer Atomausstieg Eon prüft Kürzung der Dividende

Der Energiekonzern Eon prüft derzeit verschiedene Möglichkeiten, um die Belastungen aus dem Atomausstieg zu kompensieren. Bereits am Wochenende wurde über die Schließung von drei Standorten spekuliert. Einem anderen Bericht zufolge steht aber auch eine Kürzung der Dividende zur Debatte.
Eon-Zentrale in Essen: Vor der Energiewende hat Eon seinen Aktionären eine Dividende von mindestens 1,30 Euro versprochen

Eon-Zentrale in Essen: Vor der Energiewende hat Eon seinen Aktionären eine Dividende von mindestens 1,30 Euro versprochen

Foto: dapd

Düsseldorf - Der Energiekonzern Eon prüft eine Kürzung der Mindestdividende. Das berichtet die "Rheinische Post" und beruft sich dabei auf Informationen aus Gewerkschaftskreisen.

Das Thema soll bei einer Aufsichtsratssitzung am kommenden Montag besprochen werden. Dabei wird es wohl auch um die Maßnahmen gehen, mit denen Eon  die Energiewende schultern will.

Seit dem Wochenende wird über die Pläne des Konzerns spekuliert. Eon soll einen erheblichen Umbau planen und auch Standortschließungen erwägen.

Die Kürzung der Dividende wäre ein weiterer Puzzlestein bei dem Ziel des Konzerns, nach den Einschnitten durch den Atomausstieg wieder auf die Beine zu kommen. Eon hatte seinen Aktionären bislang für 2011 und 2012 eine Dividende von mindestens 1,30 Euro je Aktie versprochen. Das war allerdings noch vor der Energiewende.