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Gold: Goldbugs, Nixon und der "Freak Peak"

Foto: Heraeus/ dpa

Fluchtwährung Schuldenkrise treibt Gold auf Rekordhoch

Die Staatsschuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks treibt weitere Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen Gold. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls, der auch ein Gradmesser für die Nervosität an den Finanzmärkten ist, klettert erstmals auf 1600 Dollar.

London - Eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls kostete am Montagvormittag in London zeitweise 1600,40 Dollar und damit so viel wie noch nie. Als Grund für den neuen Höhenflug nannten Analysten die Unsicherheit angesichts der hohen Staatsverschuldung in den USA und Europa. Die Händler scheuten derzeit Risiken.

In Europa findet eine Umschuldung Griechenlands derzeit immer mehr Unterstützer. Die Besitzer griechischer Staatsanleihen müssten dann auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Mit Spannung wird ein erneuter Krisengipfel der EU-Staaten am Donnerstag erwartet.

In den USA hält derweil der Haushaltsstreit an: Dort war schon Mitte Mai das gesetzliche Schuldenlimit von derzeit 14,3 Billionen Dollar erreicht worden, durch Bilanztricks konnte Washington aber Zeit bis zum 2. August gewinnen. Einigen sich Demokraten und Republikaner bis dahin nicht auf ein Anheben der Schuldengrenze, sind die USA zahlungsunfähig.

Die Ratingagentur Moody's rät den USA, die Schuldenobergrenze ganz abzuschaffen und so Unsicherheit bei Investoren zu vermeiden. Die USA gehörten zu den wenigen Staaten, in denen die Politik über die erlaubte Gesamtverschuldung abstimmen müsse, was immer wieder für Unruhe bei den Anlegern sorge, teilte die Agentur am Montag mit. "Wir würden das Risiko geringer einschätzen, wenn die Regierung beim Thema Verschuldung diese Unsicherheit herausnimmt", schrieb Moody's-Experte Steven Hess. Erst in der vergangenen Woche hatte Moody's damit gedroht, den USA ihre Topnote AAA zu entziehen, wenn die Regierung nicht mehr zahlen könne.

Der Goldpreis befindet sich seit Monaten auf einem Höhenflug, erst Ende April hatte Gold erstmals die Marke von 1500 Dollar je Feinunze übersprungen. Gold gilt als scheinbar krisenfeste Anlage, da das nur sehr begrenzt verfügbare Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist. Gleichzeitig ist es allerdings starken Kursschwankungen unterworfen und wirft keine Zinsen ab - das Anlagerisiko ist nicht zu unterschätzen.

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ak/afp/rtr/dpa-afx

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