Börse Dax nimmt 7500 Punkte in den Blick

Positive Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgen für Käufe an den Börsen. Dax und Dow Jones legen trotz der Zinserhöhung durch die EZB zu. Gefragt sind SAP und Deutsche Börse: Das SAP-Führungsduo verlängert, und Anleger der Deutschen Börse erwarten die Zustimmung der NYSE zur geplanten Fusion.
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Frankfurt am Main - Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Dax  am Donnerstag zeitweise über die Marke von 7500 Punkten getrieben. Der Leitindex stieg zeitweise auf 7503 Punkte und schloss auf Grund einiger Gewinnmitnahmen auf Xetra mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 7471 Zählern.

Die jüngsten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten hätten positiv überrascht, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Dort war die Beschäftigung im Privatsektor im Juni wesentlich stärker als erwartet gestiegen. Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen deutlicher als prognostiziert zurück.

Kursrutsch bei ThyssenKrupp - Konzern will eigene Aktien platzieren

Unter den Einzelwerten sackten die Titel von ThyssenKrupp (Kurswerte anzeigen) am Dax-Ende um rund 5 Prozent ab. Der Industriekonzern will zum Abbau seines Schuldenberges seinen knapp 10-prozentigen Anteil an eigenen Aktien verkaufen. Analysten zeigten sich von der Größe der Maßnahme überrascht. Zudem fragte sich der Experte Cedar Barnes von Merrill Lynch, ob die Platzierung als Alternative zum Verkauf von Randaktivitäten zu sehen sei, nachdem die arabische Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar vergangene Woche die Verhandlungen über die Werft Blohm + Voss abgebrochen hatte.

Die Aussicht auf einen erfolgreichen Zusammenschluss mit der Nyse Euronext hat der Deutschen Börse (Kurswerte anzeigen) am Donnerstagnachmittag einen Schub gegeben. Die Aktien stiegen um rund 2,5 Prozent. Sie waren damit so teuer wie seit knapp fünf Wochen nicht mehr.

Die Aktien von SAP (Kurswerte anzeigen) kletterten nach einer positiven Studie der UBS mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 43,55 Euro an die Dax-Spitze. Analyst Michael Briest schrieb, dass sich der Softwarekonzern insbesondere was Großaufträge angehe im zweiten Quartal sowohl in den USA als auch in Europa gut entwickelt habe.

Fielmann schwach im MDax

Die Fielmann -Titel  gehörten im MDax zu den Verlierern. Der Vorsteuergewinn der Optikerkette im ersten Halbjahr war laut Analyst Georg Remshagen von der Commerzbank schwächer aus als von ihm erwartet ausgefallen. Als einen möglichen Grund dafür nannte er höhere Marketingausgaben.

Euro-Kurs fällt nach Zinsentscheidung

Der Kurs des Euro (Kurswerte anzeigen) ist am Donnerstag nach der Zinsentscheidung der EZB leicht gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4285 Dollar gehandelt. Am Mittwochabend war der Euro bereits zeitweise unter die Marke von 1,43 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,4247 (Mittwoch: 1,4318) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7019 (0,6984) Euro.

Die Ölpreise sind am Donnerstag im asiatischen Handel gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent (Kurswerte anzeigen) zu Auslieferung im August kostete 114,06 Dollar. Das waren 44 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 57 Cent auf 97,22 Dollar.

Nach Zahlen des privaten American Petroleum Institut vom Mittwochabend sind die Rohöllagerbestände in den USA in der vergangenen Woche deutlich stärker gefallen als erwartet. Dies sei ein Zeichen für eine steigende Nachfrage nach Öl in den USA, sagten Händler. Am Nachmittag werden noch die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums veröffentlicht.

mg/dpa-afx
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