Börse US-Daten drücken den Dax

Der Dax hat am Donnerstag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten nachgegeben. Auch Griechenland belastet weiterhin. Defensive Werte wie Merck und Fresenius sind gefragt. An der Wall Street notiert der Dow Jones ebenfalls im Minus.
Ernüchterung: Die US-Jobdaten erfreuten in Frankfurt heute kaum jemanden

Ernüchterung: Die US-Jobdaten erfreuten in Frankfurt heute kaum jemanden

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Frankfurt am Main - Der Leitindex Dax  ging mit einem Minus von 0,79 Prozent bei 7114 Punkten auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Monat aus dem Handel. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 0,07 Prozent auf 10 624,72 Punkte und der Technologieindex TecDax fiel um 0,60 Prozent auf 892,97 Punkte.

Die anderen Börsen in Europa und den USA verloren ebenfalls. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss um 0,57 Prozent tiefer bei 2799 Punkten. Während der Aktienmarkt in Paris auch schwächer endete, schloss der Leitindex in London mit moderaten Gewinnen freundlich. An der New Yorker Börse lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss etwas tiefer.

US-Jobdaten enttäuschen

Händler sprachen von lustlosem Handel, der von neuerlichen Konjunktursorgen belastet worden sei. Analyst Andre Saenger von IG Markets begründete das klare Minus auch mit überraschend schlechten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten aus den USA. Angesichts der schwelenden Schuldenkrise in Griechenland und anderen Staaten Europas wolle keine nachhaltige Kauflaune am Aktienmarkt aufkommen.

Commerzbank etwas fester - auch Deutsche Bank legt zu

Bankenwerte blieben im Fokus. Commerzbank-Aktien gingen mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 3,217 Euro aus dem Handel. Die Bezugsrechte für die im Rahmen der Kapitalerhöhung auszugebenden neuen Aktien verloren dagegen 3,05 Prozent auf 0,922 Euro. Wie am Vortag sehen weitere Analysten die Verwässerung durch die Kapitalerhöhung nun eingepreist im Aktienkurs und rechnen mit einer Erholung.

Aktien der Deutschen Bank gaben am Tag der Hauptversammlung 0,41 Prozent auf 40,950 Euro ab. Konzernchef Josef Ackermann will die Früchte seiner Arbeit ernten und die jüngsten Zukäufe sollen sich in diesem Jahr bezahlt machen.

MDax: Klöckner gerät unter Druck

Im MDax  verbilligten sich die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co.  nach dem Beschluss der bereits avisierten Kapitalerhöhung um 1,55 Prozent auf 21,61 Euro. Schlusslicht in dem Index mittelgroßer Werte waren aber Aktien des Bezahlsenders Sky mit einem Abschlag von 3,14 Prozent auf 3,175 Euro. Händlern zufolge wirken die am Vorabend bekanntgewordenen Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft wegen möglicherweise überhöhter Abonnentenzahlen negativ nach.

Euro etwas schwächer

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,81 (Vortag: 2,79) Prozent. Der Rentenindex Rex verlor 0,22 Prozent auf 123,39 Punkte. Der Bund Future legte 0,40 Prozent zu auf 125,51 Punkte. Der Euro gab seinen Erholungsversuch auf und rutschte mit 1,4085 Dollar auf sein Vortagesniveau. Die EZB hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,4168 (1,4069) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7058 (0,7108) Euro.

mg/cr/dpa-afx/rtr
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