Autozulieferer Delphi legt Börsenprospekt vor

Die Rückkehr des zeitweise insolventen US-Autozulieferers Delphi an die Börse nähert sich der heißen Phase. Die ehemalige General-Motors-Tochter hat jetzt den Emissionsprospekt veröffentlicht. Demnach sollen in einem ersten Schritt mindestens 100 Millionen Dollar eingesammelt werden.
Mit Drive: Der Autozulieferer Delphi will wieder an die Börse

Mit Drive: Der Autozulieferer Delphi will wieder an die Börse

Foto: Getty Images

Detroit - Zwei Jahre nach dem Ende der Insolvenz wagt der US-Autozulieferer Delphi den Schritt an die Börse. Die frühere General-Motors-Tochter reichte am Mittwoch entsprechende Unterlagen bei den Aufsichtsbehörden ein. Mit den Vorgängen vertraute Personen sagten, das IPO könne einen Umfang zwischen einer und eineinhalb Milliarden Dollar haben. In dem Antrag war von 100 Millionen Dollar die Rede.

Dieser Betrag ist bei vielen Börsengängen als offiziell genannte Summe üblich, steigt später aber oft an. Mit dem Geld will Delphi nach eigenem Bekunden unter anderem seinen Betrieb finanzieren und Schulden zurückzahlen. In der vergangenen Woche hatten Insider gesagt, dass der Konkurrent von Bosch und Continental  bei einem Börsengang mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet werden könnte.

Delphi wurde 1999 von GM abgespalten und musste 2005 Gläubigerschutz anmelden. Nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens Ende 2009 übernahm eine Gruppe von Finanzinvestoren um Silver Point Capital und Elliott Management das umgebaute Unternehmen. Im März stieß GM seine letzten Anteile an Delphi ab.

Auf dem Weg an die Börse soll Delphi von Goldman Sachs , JPMorgan Chase , der Bank of America , Barclays Capital , der Deutschen Bank , Citigroup  und Morgan Stanley  begleitet werden.

cr/rtr/dpa-afx

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