Autobauer auf Höhenflug Volkswagen-Aktie elektrisiert Analysten

Aktienstrategen überschlagen sich vor Lob für die Volkswagen-Aktien. Nach dem glänzenden Quartalsbericht vom Mittwoch heben sie ihre Kursziele reihenweise an. Die Profitabilität des Unternehmens erreiche das Niveau von Oberklasseherstellern.
Blitzblanker Geschäftsverlauf: Die Volkswagen-Aktie legt deutlich zu

Blitzblanker Geschäftsverlauf: Die Volkswagen-Aktie legt deutlich zu

Foto: dapd

Frankfurt am Main - Aktien von Volkswagen haben am Donnerstag ihren Höhenflug fortgesetzt und 2,6 Prozent auf 129,80 Euro zugelegt. Eine ganze Reihe von Analysten hatten sich positiv zu dem am Vortag veröffentlichten Quartalsergebnis geäußert.

So setzten unter anderem UBS, HSBC und Bank of America/Merrill Lynch, JP Morgan und Deutsche Bank ihre Kursziele hoch. "Exzellente Zahlen", betitelten die Analysten der HSBC ihren Kommentar. Der Aufwärtstrend könne fortdauern, schrieben sie weiter. Viele Analysten erhöhte ihre Kursziele auf über 170 Euro. Schon am Mittwoch hatten VW 4,8 Prozent zugelegt.

Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel von 160,00 auf 177,00 Euro angehoben. Die Umsätze und der operative Gewinn im ersten Quartal hätten seine und die durchschnittlichen Markterwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Thierry Huon. Zudem habe der Autobauer sich auf der telefonischen Analystenkonferenz im Anschluss an die Zahlenvorlage zuversichtlich zum Geschäftsverlauf in diesem Jahr geäußert.

Analyst: "Überdurchschnittliche Bewertung gerechtfertigt"

Equinet hat das Kursziel von Volkswagen  auf 152,00 Euro emporgeschraubt. Die exzellenten Zahlen des ersten Quartals hätten ihn und den Markt positiv überrascht, schrieb Analyst Tim Schuldt. Trotz eines unveränderten Unternehmensausblicks habe er seine Schätzungen für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des Autoherstellers angehoben.

Die Profitabilität von Volkswagen liege mittlerweile fast auf dem Niveau der Hersteller von Oberklassefahrzeugen, heißt es bei Cheuvreux. Vor diesem Hintergrund sowie wegen der sehr niedrigen Bewertung empfiehlt Analyst Alexander Neuberger den Kauf der Papiere, die erste Wahl in der Eurozone seien.

WestLB-Analyst Adam Hull bezeichnete den Gewinn vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal als "sehr positiv". Er hob seine Ergebnisschätzungen für 2011 und 2012 um bis zu 14 Prozent.

Angesichts der strukturellen, deutlichen Profitabilitätssteigerung der "Geldmaschine" Volkswagen sei eine überdurchschnittliche Bewertung gerechtfertigt, schrieb Analyst Fraser Hill von der US-Investmentbank Merrill Lynch. In Reaktion auf die hervorragenden Kennziffern zum ersten Quartal habe er seine Ergebnisprognose für 2011 um 34 Prozent erhöht.

nis/dpa-afx/rtr