Börse Dax legt fünften Tag in Folge zu

Hohe Unternehmensgewinne in Deutschland haben den Dax am Mittwoch über 7400 Punkten schließen lassen. Er legte damit am fünften Tag in Folge zu und näherte sich zeitweise seinem bisherigen Jahreshoch. Im Höhenflug bleibt auch der Euro - und der Ölpreis.
In Bullenlaune: Börsianer setzen auf steigende Kurse

In Bullenlaune: Börsianer setzen auf steigende Kurse

Foto: Boris Roessler/ picture-alliance/ dpa/dpaweb

Frankfurt am Main - Hohe Gewinne bedeutender deutscher Konzerne haben den Frankfurter Aktienleitindex Dax am Mittwoch über die 7400-Punkte-Marke getragen. Der deutsche Leitindex legte den fünften Handelstag in Folge zu und ging mit einem Plus von 0,66 Prozent auf 7404,95 Punkte aus dem Tag. Zeitweise war er auf knapp 7429 Punkte vorgerückt und damit nur rund 13 Punkte unter seinem am 21. Februar erreichen Jahreshoch geblieben.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zur Wochenmitte 0,55 Prozent auf 10 684,14 Punkte. Der TecDax rückte um 0,16 Prozent auf 921,71 Punkte vor.

Gut habe sich der Dax an diesem Tag behauptet, meinte Marktanalyst André Saenger von IG Marktes. "Unterstützt wurde er dabei unter anderem vom Quartalsbericht des Auto- und Lastwagenbauers Volkswagen." Die VW-Vorzüge schoben sich dann auch heute mit plus 4,81 Prozent auf 126,50 Euro an die Dax-Spitze.

Die Aktien von Porsche, dessen Sportwagengeschäft knapp zur Hälfte dem VW-Konzern gehört, sprangen nach einem starken Jahresstart um 5,87 Prozent auf 47,865 Euro hoch. Die Titel der anderen Fahrzeughersteller konnten ebenfalls zulegen: So gewannen die Papiere des Stuttgarter Herstellers Daimler 1,58 Prozent und die von BMW gewannen 0,37 Prozent.

Die Bankenwerte dagegen zählten zu den schwächeren Werten im Dax: Die Aktien der Commerzbank gaben 1,00 Prozent auf 4,266 Euro ab und die der Deutschen Bank schafften nur ein unterdurchschnittliches Plus von 0,46 Prozent auf 41,800 Euro. Während die Commerzbank laut Analyst Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler weiterhin insbesondere unter ihren Kapitalerhöhungsmaßnahmen litt, lastet auf der Branche allgemein eine größere Unsicherheit und eine im Vergleich zu anderen Sektoren insgesamt schwache Ergebnisentwicklung.

Der EuroStoxx 50  rückte um 0,75 Prozent auf 2977,59 Punkte vor und auch der Pariser Leitindex verzeichnete Gewinne: Der französische Leitindex CAC 40  rückte um 0,55 Prozent auf 4.067,72 Punkte vor. In London dagegen schloss der FTSE 100  fast unverändert, allerdings mit einem negativen Vorzeichen. Der US-Leitindex Dow Jones  legte zum europäischen Börsenschluss um moderate 0,15 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 3,05 Prozent. Der Rentenindex Rex notierte ebenfalls unverändert bei 121,85 Punkten. Der Bund Future verlor 0,40 Prozent auf 122,02 Punkte.

Der Euro ist am Mittwoch erstmals seit Ende 2009 zeitweilig über die Marke von 1,47 US-Dollar gestiegen. Bereits in der Nacht zum Mittwoch rückte die Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,4713 Dollar vor. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihren Referenzkurs für den Euro schließlich am Ende des Handelstages am Mittwoch auf 1,4668 Dollar fest. Ein Dollar kostete damit 0,6818 Euro.

Angesichts dieser Dollar-Schwäche haben die Ölpreise am Mittwoch etwas angezogen. Das Fass Brent-Öl verteuerte sich um 40 Cent auf 124,54 Dollar. Die US-Sorte WTI kostete 112,61 Dollar und damit ebenfalls 40 Cent mehr. In den USA waren in der vergangenen Woche nach Angaben des Branchenverbands API die Rohölvorräte unerwartet kräftig gestiegen. Allerdings waren die Rohöllagerbestände am zentralen Lieferort Cushing zurückgegangen. Auch die Vorräte an Benzin hatten sich verringert.

kst/dpa-afx/dapd/rtr
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