Märkte am Ostermontag Dow Jones und Nikkei im Minus

Vor dem großen Zahlenreigen halten sich Investoren zurück. Aktien in den USA und Japan geben überwiegend leicht nach. Unter besonderer Beobachtung stehen die Papiere der New Yorker Börsen angesichts der geplanten Fusion der Nyse mit der Deutschen Börse.
Unklare Lage: Die US-Firmen schreiben gute Zahlen, doch Händler fürchten negative Folgen der hohen US-Staatsverschuldung

Unklare Lage: Die US-Firmen schreiben gute Zahlen, doch Händler fürchten negative Folgen der hohen US-Staatsverschuldung

Foto: BRENDAN MCDERMID/ REUTERS

New York - Die Wall Street ist am Ostermontag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Minuten bei schwachem Handelsvolumen 0,1 Prozent auf 12.491 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 büßte ebenfalls 0,1 Prozent auf 1335 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hingegen stagnierte bei 2820 Punkten.

Der Dax  in Frankfurt war wegen des Osterfeiertages geschlossen. Auch an anderen Märkten in Europa wurde nicht gehandelt.

Die bisher weitestgehend erfolgreiche Berichtssaison stand im Fokus der Anleger. 75 Prozent der im S&P notierten Konzerne, die bereits Einblick ins abgelaufene Quartal gegeben haben, schnitten über den Erwartungen ab. In den zurückliegenden vier Quartalen lag der Schnitt bei 62 Prozent.

"Die Zahlen der letzten Woche waren ziemlich positiv", sagte Analyst John Brady von MF Global in Chicago. Besonders Apple  und Morgan Stanley  konnten überzeugen. Im Laufe dieser Woche folgen einige weitere Hochkaräter wie Microsoft  und Coca-Cola .

Japanische Reedereien zählen zu den Gewinnern

Erneut im Mittelpunkt standen auch die Entwicklungen bei den Fusionsbestrebungen von Deutscher Börse und New York Stock Exchange Euronext  . Die Euronext rechnet mit deutlich größeren Kostenersparnissen bei einem Zusammengehen mit den Deutschen Börse . Auch Konkurrent Nasdaq  bemüht sich zusammen mit der Intercontinental Exchange um die Nyse. Nyse-Papiere gaben 0,2 Prozent nach, während die Anteilsscheine von Nasdaq und ICE mit 0,8 beziehungsweise 0,3 Prozent im Plus lagen.

Bei den Einzelwerten interessierten sich Anleger für Aktien des Elektronikhändlers RadioShack. Der Quartalsgewinn war wegen des schwachen Geschäfts mit T-Mobile-Produkten zurückgegangen. Die Aktie gab 2,3 Prozent nach. Der Straßenbaumaschinenhersteller Astec Industries profitierte im zurückliegenden Vierteljahr von höheren Umsätzen seiner Asphalt- und Bergbaugruppe. Die Papiere stiegen um 1,5 Prozent.

Die Börse in Tokio hat am Montag nach einem äußerst dünnen Handel etwas tiefer geschlossen. Vor dem Beginn der Berichtssaison hätten sich die Anleger mit Engagements zurückgehalten, sagten Börsianer. Das Handelsvolumen fiel auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr. Nach anfänglichen Aufschlägen büßte der Nikkei-225-Index  0,11 Prozent auf 9672 Punkte ein. Der breit gefasste Topix  verlor 0,18 Prozent auf 841 Zähler.

Reederei-Aktien gehörten getrieben von einem positiv aufgenommenen Pressebericht zu den größten Gewinnern. Der Finanzzeitung "Nikkei" zufolge hat sich die Gewinnsituation der drei großen japanischen Branchenvertreter im letzten Geschäftsjahr kräftig verbessert. Mitsui Ok Lines legten um 2,0 Prozent auf 461 Japanische Yen zu. Nippon Yusen K.K.  kletterten um 1,3 Prozent auf 304 Yen. Kawasaki Kisen gewannen 0,7 Prozent auf 278 Yen.

nis/rtr/dpa-afx
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