Luxusgüterkonzern LVMH beeindruckt Analysten

Der Luxusgüterkonzern LVMH hat seinen Umsatz im ersten Quartal deutlich gesteigert. Analysten reagieren beinahe euphorisch auf die Bilanz, die Aktie legte deutlich zu. Auch Konkurrenten wie Richemont profitierten von den Aussagen.
Cognac-Hersteller LVMH: Auftrieb für den Luxusgütersektor

Cognac-Hersteller LVMH: Auftrieb für den Luxusgütersektor

Foto: REUTERS

Paris/London - Die Bilanzen von LVMH und Burberry haben am Dienstag den europäischen Luxusgütersektor gestützt. Die Papiere von LVMH gewannen gegen Mittag an der Spitze des EuroStoxx 50 insgesamt 4,19 Prozent auf 114,35 Euro. Burberry-Aktien setzten sich mit plus 5,85 Prozent auf 1213,80 Pence an die Spitze des FTSE 100.

Konkurrenten wie Richemont  und Pinault-Printemps-Redoute  gewannen 3,08 Prozent beziehungsweise 1,66 Prozent hinzu. EuroStoxx 50  und der FTSE 100  stiegen beide um knapp ein halbes Prozent.

LVHM  hatte bereits am Vorabend Umsatzzahlen für das erste Quartal vorgelegt. Die Erlöse seien im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen mit. Organisch, das heißt bei vergleichbarer Struktur und stabilen Wechselkursen ergab sich ein Anstieg um 14 Prozent.

Analyst: "Die Zahlen sind wirklich herausragend"

Besonders gut entwickelte sich der Verkauf von Uhren und Schmuck, hieß es weiter. "Die Zahlen für alle Sparten sind wirklich herausragend", kommentierte ein Händler. Kepler-Analystin Catherine Rolland hob nach den Zahlen ihr Kursziel um fünf Euro auf 135 Euro an und behielt ihre Kaufempfehlung bei. Sie sei zu einem weniger pessimistischen Szenario für Japan zurückgekehrt, begründete sie das neue Kursziel.

"Beeindruckend" nannte Analyst Emmanuel Bruley des Varannes von der Societe Generale die Umsatzzahlen von LVMH. Die Entwicklung im ersten Quartal veranschauliche noch einmal, wie solide und stark die Wachstumsphase sei, in der sich der Sektor seit Anfang 2010 befinde.

UBS-Analystin Eva Quiroga zielte in einem ersten Kommentar zu Burberry vor allem auf die starke Entwicklung im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2010/11 ab. Der Vorsteuergewinn im laufenden Jahr dürfte voraussichtlich am oberen Ende der Konsensschätzungen liegen. Diese reichen derzeit von 279 bis 300 Millionen Pfund. 2012 dürfte ein weiteres gutes Jahr für den Konzern werden, zeigte sich die Expertin überzeugt. Ihr "Neutral"-Votum mit Kursziel 1150 Pence beließ sie unverändert.

mg/dpa-afx
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