NYSE Euronext Mit Sonderdividende gegen das Nasdaq-Gebot

Die NYSE Euronext will ihre Aktionäre offenbar mit der Zahlung einer Sonderdividende für die Fusion mit der Deutschen Börse begeistern. So will die New Yorker Börse verhindern, dass ihre Anteilseigner das Gegengebot der Nasdaq vorziehen.
New Yorker Börse: Bieterwettkampf um die NYSE Euronext

New Yorker Börse: Bieterwettkampf um die NYSE Euronext

Foto: DON EMMERT/ AFP

New York - Die Sonderdividende der NYSE Euronext würde am Jahresende kurz vor dem geplanten Zusammenschluss mit der Deutschen Börse ausgeschüttet werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine mit den Überlegungen vertraute Person. Dies solle die finanzielle Stärke der New Yorker Börse unterstreichen. Die NYSE Euronext lehnte einen Kommentar ab.

Der Verwaltungsrat der NYSE Euronext  hatte sich am Sonntag hinter die Fusion mit der Deutschen Börse gestellt und der Technologiebörse Nasdaq , die ein Gegenangebot abgab, einen Korb gegeben. Über die Zukunft des traditionsreichen Handelsplatzes entscheiden letztlich aber die NYSE-Aktionäre. Ihnen verspricht die Nasdaq ein höheres Angebot. Um das stemmen zu können, hat sie sich mit der Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) verbündet.

Für die NYSE wäre es eine Schmach, von der kleineren und viel jüngeren Nasdaq kontrolliert zu werden. Die Fusion mit der Deutschen Börse  liefe auf Augenhöhe ab, wie die Partner nicht müde werden zu betonen. Die Aktionäre der gewichtigeren Deutschen Börse bekommen den Plänen zufolge zwar 60 Prozent des neuen gemeinsamen Unternehmens. Doch der Chefposten geht nach New York.

mg/dpa-afx
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