Börse Dax baut Gewinne aus

Mit einer freundlichen Gegenbewegung hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch auf die jüngsten Verluste reagiert. Im Fokus stehen Commerzbank, ThyssenKrupp und Daimler. Auf der Hauptversammlung des Autobauers ist die Übernahme von Tognum eines der Hauptthemen.
Börse in Frankfurt: Der Nikkei-Index schließt im Plus und kurbelt auch den Dax an

Börse in Frankfurt: Der Nikkei-Index schließt im Plus und kurbelt auch den Dax an

Foto: DPA

New York / Frankfurt am Main - Angetrieben von guten Zahlen von JPMorgan hat der Dax  seine Kursgewinne am Mittwoch ausgebaut. Der Leitindex kletterte in einer Gegenbewegung auf den schwachen Wochenstart bis zum Nachmittag um 1,29 Prozent auf 7194 Punkte.

Der MDax mittelgroßer Werte kletterte um 0,78 Prozent auf 10 389 Punkte und der Technologieindex TecDax zog um 1,44 Prozent auf 923 Punkte an.

Auch an der Wall Street wird erwartet, dass Dow Jones  und Nasdaq Composite  nach den gestrigen Verlusten einen Erholungsversuch starten.

Deutsche Bank sehr fest nach Zahlen von JP Morgan

Finanztitel standen aus unterschiedlichen Gründen besonders im Fokus. Die Aktien der Deutschen Bank gewannen nach den Quartalsergebnissen der US-Investmentbank 1,99 Prozent auf 42,835 Euro. JPMorgan hat im Auftaktquartal bei leicht besseren Erträgen die durchschnittlichen Ergebniserwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Laut "Wall Street Journal" plant die Deutsche Bank zudem eine Neuordnung ihres US-Geschäfts.

Volkswagen legt deutlich zu - lotet Übernahme von Isuzu aus

Auch Volkswagen  gehörte am Mittwoch zu den größten Gewinnern im Dax. Nach einem Bericht von manager magazin prüft VW einen Einstieg beim japanischen Lastwagenbauer Isuzu.

Die hochverschuldete Porsche Holding hat zudem ihre Kapitalerhöhung Kreisen zufolge erfolgreich über die Bühne gebracht und damit eine weitere Hürde für den geplanten Zusammenschluss mit VW genommen.

Commerzbank-Titel rutschten unter dem Eindruck des ersten Schritts der milliardenschweren Kapitalerhöhung mit einem Minus von 1,93 Prozent auf 4,839 Euro an das Dax-Ende. Am Nachmittag werden die Bücher für die Pflichtumtauschanleihen (Comen) geschlossen und der Bezugspreis genannt.

Beim Stahlkonzern ThyssenKrupp denkt der Vorstand über den Verkauf von Konzerngesellschaften mit mehreren Milliarden Euro Umsatz nach, wie die "Financial Times Deutschland" berichtete. Die Aktie gewann 2,34 Prozent.

Euro hat 1,45-Dollar-Marke im Visier

Der Kurs des Euro  ist am Mittwoch im frühen Handel leicht gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4490 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,6904 Euro wert. Im asiatischen Handel war der Euro zeitweise nur mit 1,4456 gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,4470 (Montag: 1,4434) Dollar festgesetzt.

Die Nachricht, dass sich China verstärkt spanische Schuldtitel kaufen wolle, hat den Euro nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gestützt. Der spanische Ministerpräsident Zapatero befindet sich derzeit auf Staatsbesuch in China. Spanien galt aus Sicht einiger Finanzmarktexperten lange als möglicher Kandidat für Hilfe aus dem Euro-Rettungsmechanismus (EFSF). Allerdings hat sich sie Lage am spanischen Anleihemarkt seit Jahresbeginn merklich entspannt, nachdem das Land weitreichende Reformen durchgeführt hatte.

Ölpreise leicht gestiegen

Nach deutlichen Verlusten am Vortag sind die Ölpreise am Mittwoch leicht gestiegen. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent  mit Auslieferung im Mai stieg im asiatischen Handel auf 121,57 Dollar. Das sind 65 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate kletterte um 18 Cent auf 106,43 Dollar.

Händler sprachen von einer leichten Gegenbewegung nach den Kursverlusten am Vortag. Am Dienstagvormittag hatte der Brent-Preis noch über der Marke von 125 Dollar gelegen und war dann stark unter Druck geraten. Am Markt werde jetzt zunehmend erwartet, dass das hohe Preisniveau die Nachfrage belasten könnte. Gestützt würden die Ölpreise jedoch weiterhin durch in angespannte Lage in Libyen.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 3,22 (Vortag: 3,23) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 120,75 Punkte. Der Bund Future büßte 0,10 Prozent ein auf 120,34 Punkte.

mg/dpa-afx
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