Börse Dax legt im ersten Jahresquartal zu

Der Dax hat zum Quartalsende mit leichten Abschlägen geschlossen. Dennoch steht für das erste Vierteljahr ein Plus von knapp 2 Prozent zu Buche - auch dank der rasanten Aufholjagd der vergangenen zwei Wochen. Schwergewichte wie BASF und Münchener Rück sind trotz des Atomdesasters in Japan gefragt.
Börse in Frankfurt: Der Dax hält sich über 7000 Zählern

Börse in Frankfurt: Der Dax hält sich über 7000 Zählern

Foto: DPA

Frankfurt am Main - Der deutsche Leitindex beendete den Handel 0,2 Prozent im Minus bei 7041 Zählern. Damit legte das Börsenbarometer in den ersten drei Monaten des Jahres 1,8 Prozent zu.

Die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa leicht im Minus. Dow-Jones-Index, S&P 500 und Nasdaq-Composite gaben jeweils um 0,1 Prozent nach. Das Handelsvolumen im Dax  fiel auf 96,9 (Mittwoch: 100,5) Millionen Aktien. Der Umsatz sank auf rund 3,1 (3,3) Milliarden Euro.

Die Anleger warteten gespannt auf den am morgigen Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht, sagten Händler. Deshalb hielten sie sich aktuell mit Engagements zurück. Insgesamt aber zeige der Trend an den Börsen weiter nach oben, meinte Robert Halver, Kapitalmarktexperte bei der Baader Bank. Die anhaltend hohe Liquidität am Markt stütze immer noch die Kurse und auch die sich abzeichnende Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank schrecke die Anleger nicht.

Insofern hat der Leitindex ein bewegtes Vierteljahr recht versöhnlich mit einem Plus von knapp 2 Prozent abgeschlossen: Nachdem der Dax im Februar ein Dreijahreshoch erklommen hatte, war er Mitte März angesichts der Atomkatastrophe in Japan bis auf 6483 Punkte abgesackt. In der Folge jedoch konnte sich das Börsenbarometer wieder deutlich erholen.

Münchener Rück und BASF gefragt

Zu den Favoriten im Dax zählten die Titel des Rückversicherers Munich Re  und des Chemiekonzerns BASF . Sie gewannen jeweils über 1 Prozent. Bei BASF stützten laut Börsianern Aussagen der Tochter Wintershall.

Mit Blick auf die weiteren Einzelwerte nehmen die Anleger einige Bilanzen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe unter die Lupe. So bekräftigte die staatlich gestützte Aareal Bank  nach einem planmäßigen Start ins laufende Jahr ihre Prognose. Das im MDax notierte Institut rechnet weiter mit einem Anstieg des Betriebsgewinns sowie einem höheren Überschuss im Zinsgeschäft.

Solarworld hofft auf Auftrag von Siemens

Die Aktien von Solarworld  zählten im TecDax zu den Favoriten. Der Dax-Konzern Siemens  habe das Unternehmen als einen der bevorzugten Anbieter für Solarmodule ausgewählt, schrieb das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Börsianer wertete diesen Bericht leicht positiv, da Solarworld einen renommierten Kunden gewinnen würde.

Euro und Ölpreise klettern

Der Kurs des Euro  ist am Donnerstag gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4156 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7063 Euro wert. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch 1,4166 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,4090 (Dienstag: 1,4066) Dollar festgesetzt.

"Der Eurokurs tritt weiterhin auf der Stelle und bleibt in seiner Handelsspanne zwischen 1,40 und 1,4250 Dollar", schreibt die Commerzbank in einer Tagesvorschau. Der Markt warte auf den US-Arbeitsmarktbericht. Im weiteren Handelsverlauf könnten noch die Inflationsdaten aus der Euro-Zone den Wechselkurs bewegen.

Die Ölpreise haben am Donnerstag im asiatischen Handel etwas fester tendiert. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent  zur Lieferung im Mai stieg im Vergleich zum Vortag um 38 Cent auf 115,51 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate kletterte um 39 Cent auf 104,66 Dollar.

Die weiterhin angespannte Lage in Libyen stütze die Ölpreise, sagten Händler. Andererseits verhindere die weiterhin gute Versorgung der Weltwirtschaft mit Rohöl einen deutlichen Anstieg. So sind laut Daten vom Mittwoch die Rohöllagerbestände in den USA in der vergangenen Woche gestiegen.

mg/dpa-afx
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