Mittwoch, 20. November 2019

Börse Dax startet durch

Blick nach oben: Anleger fassen wieder Mut

Deutliche Kursgewinne in Japan und den USA treiben auch den Dax an. Der deutsche Leitindex steigt wieder auf das Niveau vor der Erdbeben-Katastrophe. MAN und Daimler haussieren. An der Wall Street geht die Klettertour weiter.

New York/Frankfurt am Main - Aufholjagd an der Börse: Bis zum Handelsschluss auf Xetra stieg der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen um 1,77 Prozent auf 7.057 Punkte und erreichte damit wieder den Stand vor dem verheerenden Erdbeben am 11. März, bei dem das Atomkraftwerk Fukushima zerstört wurde. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 1,1 Prozent auf 10329 Punkte zu und der TecDax gewann 1,2 Prozent auf 927 Punkte.

Die wichtigsten US-Börsen haben die Kurserholung mit weiteren Gewinnen unterstützt. Laut Händlern stützten neue Übernahmeaktivitäten die Kurse und die Hoffung auf eine bessere Kursentwicklung im bevorstehenden zweiten Quartal.

Im frühen Handel legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial Börsen-Chart zeigen um 0,4 Prozent auf 12.333 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,4 Prozent und stieg auf 1326 Punkte. Für den Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen ging es um 0,4 Prozent nach oben auf 2769 Zähler.

Schwacher Yen sorgt für Kursrally in Japan

Ein schwächerer Yen hatte am Mittwoch bereits die Börse in Tokio gestützt. Nach zwei vorangegangenen Verlusttagen ging der Nikkei Börsen-Chart zeigen mit einem kräftigen Plus von 2,64 Prozent bei 9.708,79 Punkten aus dem Handel. Der Leitindex erreichte damit seinen höchsten Stand, seitdem die Naturkatastrophe vor mehr als zwei Wochen einen heftigen Kursrutsch ausgelöst hatte.

Laut Händlern hat neben dem nachlassenden Yen aber auch die Bank of Japan für positive Impulse gesorgt. Demnach haben die Währungshüter zur Stützung der Wirtschaft börsennotierte Fonds (ETF's) aufgekauft.

Atomrisiko spielt keine große Rolle mehr an den Märkten

"Es schaut so aus, als ob der Aktienmarkt derzeit alle schlechten Nachrichten ausblendet", zeigte sich ein Händler verwundert. "Es interessiert nicht die Atomkatastrophe in Japan und nicht, dass der Krieg in Libyen anhält."

Die Situation in dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ist laut der japanischen Regierung außer Kontrolle. Nach Einschätzung von Börsianern haben sich viele Anleger mit der Situation in Japan arrangiert.

Sobald die Folgen des Bebens für die Wirtschaft deutlich würden, könne die Stimmung aber drehen. "In der Autoindustrie sitzen viele wichtige Zulieferer in Japan. Wenn die nicht bald wieder liefern können, werden die Lager in Europa leer sein und die Produktion wird stocken", gab ein Händler zu bedenken.

Studie von JP Morgan treibt Titel von MAN an die Dax-Spitze

Dank einer positiven Studie kletterten die Papiere von MAN Börsen-Chart zeigen an der Dax-Spitze um 3,32 Prozent auf 87,56 Euro. JPMorgan erhöhte unter Verweis auf das Nutzfahrzeuggeschäft als größte Triebfeder Gewinnschätzungen und Kursziel. Am Nachmittag kam die Meldung, dass Konkurrent Volvo seine Lastwagenproduktion in den USA erhöht, als Kursstütze hinzu.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen gewannen unterdessen 2,7 Prozent auf 115,30 Euro. Über die Beteiligungen an MAN und Scania sowie mit dem Bau eigener Lastwagen ist der Wolfsburger Fahrzeugherstellers ebenfalls in diesem Bereich engagiert.

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