Freitag, 6. Dezember 2019

Ausschüttung Dax-Konzerne zahlen 25 Milliarden Euro Dividende

Lockruf an Dividendenjäger: Die Deutsche Telekom will für 2010 0,78 Euro pro Aktie zahlen: Das ergibt eine aktuelle Dividendenrendite von mehr als 7 Prozent. Bis 2012 will die Deutsche Telekom rund 10 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten.

Die deutschen Topkonzerne beteiligen ihre Anleger am Aufschwung: Für das Jahr 2010 wollen sie insgesamt 25,6 Milliarden Euro an Dividenden ausschütten. 23 von 30 Dax-Konzerne steigern die Dividende, und nur einer verzichtet auf eine Ausschüttung.

Frankfurt am Main - Damit stiegen die Ausschüttungen um 5,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr und damit fast auf Vorkrisenniveau, teilte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young am Montag mit. Demnach flossen 2007 rund 27,2 Milliarden Euro an die Aktionäre der Unternehmen, die heute im Dax sind.

23 der 30 Dax-Konzerne steigern in diesem Jahr ihre Dividende, zum Teil um ein Vielfaches. Sechs Unternehmen lassen sie unverändert. Das rechnete die Beratungsgesellschaft auf Grundlage der Geschäftsberichte aus. Die Höhe der Dividenden hängt noch von der Zustimmung der Hauptversammlungen ab, die aber in der Regel dem Vorschlag folgen.

Nach Angaben von Ernst & Young verzichtet in diesem Jahr nur ein einziger Konzern auf eine Auszahlung: die teilverstaatlichte und mit Steuermilliarden gestützte Commerzbank Börsen-Chart zeigen.

Deutsche Telekom vor Eon und Siemens

Die Deutsche Telekom schüttet demnach als einziges Unternehmen weniger als im Vorjahr aus, liegt aber mit drei Milliarden Euro in absoluten Zahlen noch immer an der Spitze, gefolgt von Eon mit 2,9 Milliarden Euro und Siemens mit 2,4 Milliarden Euro.

Der größte Zuwachs ist in diesem Jahr bei Daimler zu verzeichnen: Nach einer Nullrunde im vergangenen Jahr können sich die Aktionäre in diesem Jahr auf eine Gesamtausschüttung von 1,9 Milliarden Euro freuen.

Die in absoluten Zahlen höchste Dividende pro Aktie plant der Rückversicherer Munich Re: 6,25 Euro pro Aktie sollen an die Aktionäre fließen - ein Plus von 9 Prozent.

Zum Vergleich: Die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Dax-Konzerne stiegen laut Ernst & Young im abgelaufenen Geschäftsjahr um 66 Prozent auf 96,6 Milliarden Euro, die Umsätze legten um 13 Prozent zu.

la/dpa

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