Expansion Billigmodekette Adler geht an die Börse

Sie steht für billig, billig, billig, jetzt wagt sie den großen Schritt: Die Modekette Adler strebt eine Notierung an der Börse an. Zusätzlich will das Management eine Kapitalerhöhung durchdrücken. Die Geldspritze soll für den Bau neuer Filialen genutzt werden - und den Kauf anderer Modeketten.
Modekette Adler: Geldbeschaffung an der Börse

Modekette Adler: Geldbeschaffung an der Börse

Foto: dapd

Hamburg - Die Modekette Adler aus Haibach bei Aschaffenburg will in den nächsten drei Monaten an die Börse gehen. Der genaue Termin und die Details des Börsengangs stehen nach Angaben eines Sprechers aber noch nicht fest. Sicher sei allerdings, dass auch eine Kapitalerhöhung angestrebt werde. Ob der jetzige Besitzer der Modekette Adler, die Beteiligungsgesellschaft Bluo, die Gelegenheit nutzt um Adler-Anteile abzugeben, stehe auch noch nicht fest, sei aber nicht auszuschließen, sagte der Sprecher am Mittwoch.

Mit dem Erlös aus dem Verkauf von Unternehmensaktien will Adler unter anderem neue Modemärkte eröffnen und bestehende Ladenketten zukaufen, hieß es in einer Mitteilung. Die Commerzbank und die Crédit Agricole begleiten den Börsengang. Adler strebt eine Notierung im regulierten Markt ("Prime Standard") der Frankfurter Börse an, der hohe Berichtspflichten verlangt.

Bluo hatte Adler vor zwei Jahren von Deutschlands größtem Handelskonzern Metro erworben. Adler beschäftigt etwa 4100 Mitarbeiter, 2008 waren es noch gut 5800 gewesen. Im Geschäftsjahr 2010 steigerte die Gruppe ihren Umsatz von rund 406 Millionen Euro auf gut 445 Millionen Euro. Zum Gewinn wurden keine Angaben gemacht. Zu dem Unternehmen gehören mehr als 130 Modemärkte in Deutschland, Österreich und Luxemburg. In diesem Jahr sollen in Deutschland etwa 20 weitere Märkte hinzukommen.

kst/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.