Aktien Buffett steht Japan bei

Der US-Börsenmogul Warren Buffett hält japanische Aktien trotz der verheerenden Naturkatastrophe für eine gute Anlage. Zum einen werde sich das Land wohl schnell wieder erholen, zum anderen stelle der Kurssturz des japanischen Aktienindex Nikkei eine Kaufgelegenheit dar.
Warren Buffett gilt als einer der gewieftesten Anlageexperten weltweit. Es sollte nicht verwundern, wenn sein Bekenntnis zu Japan am Dienstag den Nikkei beflügeln würde

Warren Buffett gilt als einer der gewieftesten Anlageexperten weltweit. Es sollte nicht verwundern, wenn sein Bekenntnis zu Japan am Dienstag den Nikkei beflügeln würde

Foto: SHANNON STAPLETON/ REUTERS

Seoul - Der legendäre US-Investor und Milliardär Warren Buffett rät zu Investitionen in die japanische Wirtschaft. "Ich schaue nicht anders auf die Zukunft der japanischen Wirtschaft als vor zehn Tagen. Außergewöhnliche Ereignisse bieten die Möglichkeit zum Kauf", sagte der wegen seines gerissenen Geschäftssinns als "Orakel von Omaha" bekannte Buffett am Montag vor Reportern in Seoul.

Der Chef der Investment-Firma Berkshire Hathaway mahnte auch dazu, japanische Aktien nicht zu verkaufen. Das Land werde sich relativ schnell wieder erholen. Nach der Naturkatastrophe vom 11. März hatte der Nikkei-Index in der vergangenen Woche zunächst rund 10 Prozent verloren. Am Montag war die Börse in Tokio geschlossen.

Auch die Weltbank rechnet mit einem baldigem Wachstum nach der Katastrophe. Sowie es mit dem Wiederaufbau vorangehe, werde in den kommenden Quartalen auch die Wirtschaftsleistung wieder anziehen. Insgesamt könne es bis zu fünf Jahre dauern, die Schäden von Erdbeben und Tsunami zu beseitigen. Das könne die einheimische Wirtschaft bis zu 235 Milliarden Euro kosten.

Buffetts Übernahmeappetit ist auch nach einer der größten Übernahmen in der Geschichte seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway noch nicht gestillt: "Wir suchen nach großen Unternehmen, die wir kaufen können", sagte der nach der Forbes-Liste drittreichste Mann der Welt weiter. Er würde theoretisch in jeden Land investieren, am wahrscheinlichsten aber in den USA. Berkshire Hathaway hatte in der vergangenen Woche für neun Milliarden den amerikanischen Chemikalien-Spezialisten Lubrizol erworben.

rei/afp/reuters
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