Börse Japan G7-Beschluss stützt Nikkei

Der Tokioter Aktienmarkt hat zum Wochenschluss vom schwächeren Yen profitiert. Die Ankündigung der sieben führenden Industrienationen, gemeinsam am Devisenmarkt einzugreifen, bremste die japanische Währung am Freitag aus.
Börse Japan: Hin und Her - am Freitag überwiegt die Hoffnung

Börse Japan: Hin und Her - am Freitag überwiegt die Hoffnung

Foto: AFP/ Jiji Press

Tokio - Die wichtigsten Börsenkurse in Japan sind zum Handelsstart wegen der Intervention der G7-Staaten am Devisenmarkt spürbar gestiegen. Der Nikkei  für 225 führende Werte legte am Freitag bis zur Handelsmitte 1,77 Prozent auf 9120,93 Punkte zu zugelegt. Am Montag, dem ersten vollen Handelstag nach der Katastrophe, war der Leitindex unter die 10.000er-Marke gefallen. Seit dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami am Freitag hat der Nikkei rund 12 Prozent verloren. Der breiter gefasste Topix legte am Freitag um 1,36 Prozent auf 821,86 Punkte zu.

Positiv reagierten die Börsianer auch auf die Nachricht, dass die G7-Staaten gemeinsam gegen die Aufwertung des Yens vorgehen wollen. Sie hatten in der Nacht zum Freitag beschlossen, den starken Anstieg der Währung zu bremsen. Das gemeinsame Einschreiten der G7-Staaten zeigt erst einmal Wirkung. Der Yen verlor nach der Entscheidung der Finanzminister und Notenbankchefs deutlich an Boden. Für einen Dollar mussten wieder mehr als 81 Yen bezahlt werden. Auch gegenüber dem Euro gab der Yen am Freitag nach. Zuletzt kostete ein Euro wieder 115 Yen, nachdem der Kurs am Freitag unter die Marke von 108 Yen gesackt war.

Japans Notenbank gab wie an den Vortagen große Finanzspritzen zur Stabilisierung der Märkte. Sie stellte den Banken drei Billionen Yen (rund 26 Milliarden Euro) kurzfristige Notfall-Liquidität zur Verfügung, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Bereits Anfang und Mitte der Woche hatte die Notenbank Dutzende Milliarden Euro zur Beruhigung der Finanzmärkte in das Bankensystem gepumpt.

Der weltgrößte Autobauer Toyota lässt seine Produktion in den japanischen Werken bis einschließlich Dienstag, den 22. März, ruhen. Das gab der Konzern auf seiner Interseite bekannt. Die Herstellung von Ersatzteilen hatte der Mitteilung zufolge aber am Donnerstag wieder anlaufen sollen. Der Kurs des Autobauers hielt sich am Freitag zunächst stabil.

go/dpa-afxp
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