Dienstag, 24. September 2019

Börse Optimismus von Siemens steckt Anleger an

Neue Impulse: Industrietitel wie Siemens und MAN legten am Dienstag deutlich zu

Große Industriekonzerne wie Siemens und Alcoa zeigen sich zuversichtlich für das Jahr 2011 - und dieser Optimismus springt auf Investoren über. Der Dax baut seine Gewinne im späten Handel aus und schließt knapp unter Tageshoch. Auch an der Wall Street streben die Indizes nach oben.

New York/Frankfurt am Main - Zum Auftakt der Bilanzsaison in den USA schloss der Dax Börsen-Chart zeigen 1,2 Prozent fester bei 6941 Punkten und machte damit seine Vortagesverluste fast wieder wett. Gefragt waren insbesondere Industrieaktien wie Siemens und MAN, die jeweils mehr als 3 Prozent zulegten.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa ebenfalls im Plus. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen gewann 0,5 Prozent hinzu. Der S&P-500 lag 0,6 Prozent, der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen 0,4 Prozent höher. Das Handelsvolumen im Dax stieg auf 115 (Montag: 93,2) Millionen Aktien. Der Umsatz kletterte auf 3,7 (2,8) Milliarden Euro.

Auch eine leichte Entspannung in der europäischen Staatsschuldenkrise sorgte Händlern zufolge für bessere Stimmung. Griechenland hat eine kurzfristige Anleihe problemlos platziert, und auch Portugal wartete mit guten Nachrichten auf: Laut Portugals Ministerpräsident Jose Socrates fiel das Defizit des hoch verschuldeten Landes 2010 kleiner aus als erwartet. "Man geht am Markt nun davon aus, dass bei der Auktion von Staatsanleihen am Mittwoch alles klar geht", sagte ein Börsianer.

Alcoa schreibt wieder Gewinne

"Viele langfristige Investoren warten noch ab, wie sich das Patt zu Beginn der Berichtssaison auflöst", sagte ein Händler. Zwar strotzen Konzerne wie Siemens Börsen-Chart zeigen und der US-Aluminiumhersteller Alcoa Börsen-Chart zeigen vor Zuversicht. "Aber die Bäume wachsen nach den starken letzten Quartalen auch nicht mehr in den Himmel."

Siemens klettert nach Zwischenbericht deutlich

Aktien von Siemens Börsen-Chart zeigen gehörten zu den größten Gewinnern im Dax. Der Konzern hatte am Montagabend erklärt, mit prall gefüllten Auftragsbüchern ins neue Geschäftsjahr zu starten.

Händlern zufolge profitierten die Aktien des Industriekonzerns wie auch die der deutschen Autobauer vom anhaltend starken Kreditwachstum im wichtigen Absatzmarkt China. Angaben der Zentralbank in Peking zufolge haben die Banken in der Volksrepublik 2010 mehr Kredite vergeben als die Regierung gewünscht hatte.

Autowerte gefragt: VW und MAN fest

In Frankfurt verteuerten sich außerdem die Aktien von MAN Börsen-Chart zeigen, Volkswagen Börsen-Chart zeigen , BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler. VW profitierte laut Händlern auch davon, dass der italienische Konkurrent Fiat nach den Worten von Vorstandschef Sergio Marchionne am Kauf der VW-Beteiligungen an MAN und Scania interessiert ist. MAN-Aktien verteuerten sich um 2,6 Prozent, Scania-Titel in Stockholm um 1,7 Prozent. Börsianer zweifelten jedoch am Erfolg des Vorstoßes. "Die Vorstellung, dass VW sein Lkw-Geschäft verkauft, ist einfach absurd", sagte ein Händler.

Metro und Beiersdorf enttäuschen Anleger

Auf der Verliererseite im Dax standen dagegen die Aktien des Handelskonzerns Metro und des Konsumgüterherstellers Beiersdorf Börsen-Chart zeigen . Die Aktien des Nivea- und Tesa-Konzerns gaben nach, weil der Umbau des Kosmetikgeschäfts den Gewinn 2010 gedrückt hatte. "Mittelfristig sehen wir die Restrukturierungen als starke Belastung und erwarten keine positiven Nachrichten in naher Zukunft", erklärte Analyst Arne Rautenberg von der DZ Bank.

Trotz der optimistischen Prognosen des Branchenverbands HDE hat der Handelskonzern Metro Börsen-Chart zeigen im wichtigen Weihnachtsgeschäft in Deutschland Einbußen verzeichnet. Dank florierender Geschäfte vor allem in Asien stiegen die Umsätze insgesamt von Oktober bis Dezember leicht, blieben aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

TecDax: Aixtron steigen auf Neunjahreshoch

Im TecDax stiegen die Aktien von Aixtron um bis zu sieben Prozent auf 32,59 Euro und waren damit so teuer wie zuletzt im Juni 2001. Die Commerzbank hatte die Titel des Spezialmaschinenbauers zum Kauf empfohlen.

Air Berlin nach Passagierzahlen gefragt

Um 1,84 Prozent auf 3,88 Euro stiegen die Titel von Air Berlin Börsen-Chart zeigen nach Verkehrszahlen für Dezember. Die Fluggesellschaft meldete eine Steigerung der Passagierzahl um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sprach für das Gesamtjahr von einem Passagierrekord.

Euro erholt sich, Ölpreise sinken

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag etwas von seinen Kursverlusten zu Wochenbeginn erholt. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,2950 US-Dollar, nachdem sie am Montag auf ein Vier-Monats-Tief bei 1,2870 Dollar gefallen war. Ein Dollar war zuletzt 0,7722 Euro wert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,2903 (Freitag: 1,2961) Dollar festgesetzt.

Entlastet wurde der Euro zuletzt von der Ankündigung Japans, in erheblichem Umfang europäische Staatsanleihen zu kaufen. Angesichts der wieder aufgeflammten Schuldenkrise dürfte die Ankündigung für etwas Beruhigung sorgen, kommentierte die Commerzbank. Japan folgt China, das bereits Ende 2010 Hilfen für finanzschwache Euro-Länder in Aussicht gestellt hatte, ohne jedoch konkret zu werden. Japan beabsichtigt laut Finanzminister Yoshihiko Noda mehr als 20 Prozent neuer europäischer Staatstitel zu erwerben.

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete im frühen Handel 89,19 US-Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank etwas stärker um 31 Cent auf 95,39 Dollar.

mg/la/dpa-afx

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