Nach Insolvenz Schiesser soll an die Börse

Der insolvente Unterwäschehersteller Schiesser soll im Frühsommer an die Börse. Mit der Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Insolvenzplan ist der Weg für einen Börsengang im zweiten Quartal 2011 frei.
Schiesser-Werbung: Der insolvente Unterwäschehersteller mit Sitz in Radolfzell hofft auf einen Neustart - und die Gläubiger hoffen, durch einen Börsengang einen Teil ihrer Forderungen in Höhe von 67 Millionen Euro wiederzusehen

Schiesser-Werbung: Der insolvente Unterwäschehersteller mit Sitz in Radolfzell hofft auf einen Neustart - und die Gläubiger hoffen, durch einen Börsengang einen Teil ihrer Forderungen in Höhe von 67 Millionen Euro wiederzusehen

Foto: DDP

Konstanz - Die Gläubigerversammlung stimmte am Donnerstag dem Insolvenzplan zu, wie Schiesser mitteilte. Damit sei der Weg frei für die Beendigung des Insolvenzverfahrens und den Gang an die Börse. Dieser sei für das zweite Quartal 2011 geplant.

Der Börsengang sei "eine große Chance für alle - Investoren, Mitarbeiter, Konsumenten - und nicht zuletzt für die Marke Schiesser", erklärte Insolvenzverwalter Volker Grub. Bereits im Sommer hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass der Modedesigner Wolfgang Joop Schiesser beim Börsengang unterstützen wird, indem er die Firma beim Marketing und Design berät.

Das Traditionsunternehmen hatte Anfang Februar vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Die Gläubiger stunden laut Insolvenzplan bis maximal Ende 2012 ihre Forderungen, wie Schiesser mitteilte. Insgesamt belaufen sich diese Forderungen demnach auf 67 Millionen Euro.

la!dpa-afx
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