Rückschlag Fitch stuft Irlands Bonität stark zurück

Die Bonitätsprüfer des Finanzhauses Fitch haben Konsequenzen aus der Finanzmisere in Irland gezogen. Fitch hat die Kreditwürdigkeit Irlands stark zurückgestuft. An der Börse herrschte Besonnenheit: Der Euro-Kurs rutschte daraufhin nur kurzfristig ins Minus.
Händler auf dem Parkett der Börse in New York: Irland-Krise nur kurzfristig registriert

Händler auf dem Parkett der Börse in New York: Irland-Krise nur kurzfristig registriert

Foto: Justin Lane/ dpa

Hamburg - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des finanzschwachen Euro-Staats Irland deutlich gesenkt. Die langfristige Bonität sinkt um drei Noten von "A+" auf "BBB+", wie Fitch am Donnerstag in London mitteilte. Den Ausblick für das Rating gibt die Agentur mit "stabil" an. Dies bedeutet, dass in der nächsten Zeit keine weitere Herabstufung zu erwarten ist.

Fitch begründet die Herabstufung mit zusätzlichen Kosten der Bankenrettung. Zudem habe sich der Wachstumsausblick mit der heimischen Bankenkrise und hohen Staatsdefiziten eingetrübt. Darüber hinaus verweist die Agentur auf hohe Kosten zur Refinanzierung irischer Staatsschulden. Hintergrund sind die hohen Zinsen, die Irland zurzeit am Markt für neue Schulden zahlen muss. Dies mindere den haushaltspolitischen Spielraum Irlands, heißt es zur Begründung.

Die Herabstufung der Bonitätseinstufung durch die Ratingagentur Fitch hat den Euro am Donnerstagmittag nur minimal belastet. Die Gemeinschaftswährung fiel zwar kurzzeitig auf bis zu 1,3197 Dollar zurück, erholte sich dann wieder und kostete 1,3212 Dollar. "Die Herabstufung ist keine so große Überraschung", kommentierte ein Börsianer. Der Dax lag weiterhin nahezu unverändert bei 6971 Zählern.

kst/dpa-afx/rtr
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