Firmenchefs zocken weiter Microstrategy leiht sich weitere 600 Millionen Dollar - um Bitcoin zu kaufen

Der Softwarehersteller Microstrategy will sich über eine Wandelanleihe weitere 600 Millionen Dollar besorgen, um mit Bitcoin zu zocken. Konzernchef Michael Saylor hat mit dieser Strategie auch den Microstrategy-Kurs in die Höhe gepusht.
Bitcoin-Fan: Nicht nur Microstrategy-Chef Michael Saylor zockt munter weiter

Bitcoin-Fan: Nicht nur Microstrategy-Chef Michael Saylor zockt munter weiter

Foto: CHARLES NORFLEET / AFP

Ist Microstrategy noch ein Softwarehersteller - oder eigentlich ein Krypto-Investor? Seit Microstrategy-Chef Michael Saylor (56) sich darauf verlegt hat, mit dem Einsatz von Firmengeld so viele Bitcoin zu kaufen wie möglich, ist der Kurs des US-Unternehmens deutlich gestiegen. Der bekennende Bitcoin-Fan Saylor hat seit August viel Zeit damit verbracht, immer wieder Bitcoin zu kaufen - und andere Konzernchefs wie zum Beispiel Elon Musk per Tweet dazu zu motivieren, es ihm gleichzutun.

Bislang ist Saylors Krypto-Poker aufgegangen. Microstrategy hält bereits rund 72.000 Bitcoin, wie Unterlagen der SEC aus dem Februar zeigen. Das in Bitcoin investierte Firmenvermögen hat aktuell einen Wert von rund 3,6 Milliarden Dollar. Auch das ist ein Grund für den steilen Kursanstieg der Microstrategy-Aktie. Dies wäre nicht weiter erwähnenswert, wäre Microstrategy eine Investmentgesellschaft, deren Kerngeschäft das Investieren in Kryptowährungen ist. Stattdessen ist Microstrategy ein Softwarehersteller mit rund 2500 Mitarbeitern, dessen Umsatz im Kerngeschäft Software bei rund 500 Millionen Dollar im Jahr liegt.

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Inzwischen ist Bitcoin auf ein Rekordhoch jenseits der 50.000 US-Dollar gestiegen. Saylor nahm dies zum Anlass, am Dienstag weitere Käufe der Kryptowährung anzukündigen. Den Erlös der geplanten Wandelanleihe will er komplett in Bitcoin investieren.

Bereits im August hatte Saylor 25.000 Bitcoin für rund 250 Millionen Dollar gekauft. Microstrategy hatte dann im Dezember über eine erste Anleihe 650 Millionen Dollar aufgenommen und damit den Einsatz erhöht. Eine Investition in Bitcoin sei ein attraktiveres Investment, als bei Nullzinsen Cash-Reserven zu halten, begründete der Microstrategy-Chef seinen Ausflug in die Kryptowelt. Tesla-Chef Elon Musk, angefixt von Saylor, investierte daraufhin im Januar rund 1,5 Milliarden Dollar in die Kryptowährung. Beide Unternehmer beteuern, dies sei ein langfristiges Investment und nicht der Versuch, kurzfristig inmitten des Krypto-Hypes den eigenen Aktienkurs zu pushen.

la/rtr
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