Erstmals seit September Bitcoin fällt zeitweise unter 40.000 Dollar

Der Bitcoin bleibt unter Druck. Am Montag unterschritt die wichtigste Kryptowährung zeitweise die runde Marke von 40.000 Dollar. Dann setzte eine Erholung ein.
Verkauf statt Kauf: Der Handel mit Cyberwährungen wie Bitcoin ist einfach mit dem Smartphone möglich

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Foto: Marijan Murat / dpa

Der Bitcoin ist am Montag erstmals seit September unter 40.000 Dollar gefallen. Die älteste und bekannteste Kryptowährung fiel am Nachmittag auf der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp bis auf 39.559 Dollar. Der Bitcoin notierte damit rund 40 Prozent unter seinem am 10. November erreichten Rekordhoch von rund 69.000 Dollar. Im späten Handel erholte sich Bitcoin wieder etwas, die Cyberdevise kletterte dann wieder über die psychologisch wichtige Marke von 40.000 Dollar.

Ebenso wie die wichtigste Kryptowährung rutschten auch die Kurse von Aktien aus dem Kryptowährungsektor nach unten. Die in den USA gelisteten Firmen Bit Digital, Hut 8 Mining, Marathon Digital und Riot Blockchain geben zwischen 2,2 und 5,7 Prozent nach. Die Blockchain-Firma Ebang bricht rund zehn Prozent ein.

Andere wichtige Digitalwährungen wie Ether gerieten ebenfalls unter Druck. So fiel Ether unter 3000 Dollar. Der Gesamtmarkt aller Kryptowährungen notiert laut Branchenportal Coinmarketcap wieder unter der Marke von zwei Billionen Dollar. Zuletzt waren es 1,86 Billionen Dollar.

Auf dem Markt wurde die Kursschwäche der Digitalwährungen mit der US-Geldpolitik begründet. Die Notenbank Fed könnte die Zinsen schneller erhöhen als bisher gedacht. Mittlerweile erwartet die Investmentbank Goldman Sachs sogar vier Leitzinserhöhungen in diesem Jahr. Die erste Anhebung könnte im März erfolgen.

"Die Anleger kehren hochriskanten Anlageklassen weiterhin den Rücken zu und sichern ihr Hab und Gut", kommentierte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Einige Investoren stehen derzeit zwischen der Entscheidung, ihre Verluste auszusitzen oder die noch bestehenden Buchgewinne zu versilbern." Die Marke von 40.000 Dollar sei psychologisch wichtig. Anleger sollten sich daher laut Emden auf weitere Risiken einstellen.

Neben gestiegenen Zinserwartungen belastet laut Experten auch die Lage in Kasachstan den Bitcoin. Das Mining von Kryptowährungen spielt dort eine große Rolle. Angesichts der Unruhen hat die Regierung zwischenzeitlich das Internet abgestellt. Das Vorgehen könnte laut Experten zumindest die Unsicherheit erhöht haben.

cr/dpa/Reuters
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