Beschlagnahmte Kryptowährung Hessen erlöst 100 Millionen Euro mit Bitcoins

Kryptosegen für die Steuerkasse: Das Land Hessen hat Bitcoins verkauft, die bei Kriminellen beschlagnahmt wurden - und freut sich nun über einen ordentlichen Erlös.
Lukrativ fürs Land: Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Hessen

Lukrativ fürs Land: Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Hessen

Foto: brennweiteffm / IMAGO

Durch den Verkauf beschlagnahmter Kryptowährungen hat das Land Hessen rund 100 Millionen Euro eingenommen. Wie das Justizministerium am Dienstag mitteilte, ist das über ein besonderes Verfahren der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gelungen. Die Kryptowährungen seien bei einem umfangreichen Ermittlungsverfahren in großem Umfang sichergestellt worden. Zu weiteren Detail äußerte sich das Ministerium nicht, es kündigte für Mittwoch eine Pressekonferenz an.

Nach Informationen des WDR  hatte die zur Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gehörende hessischen Zentralstelle für die Bekämpfung von Internetkriminalität (ZIT) 2019 und 2020 in mehreren Verfahren insgesamt rund 2200 Bitcoins sichergestellt. Im Februar waren diese Bitcoins laut WDR knapp 93,7 Millionen Euro wert. Ob es sich bei dem jetzt öffentlich gewordenen Verkauf um diese Bitcoins handelt, ist nach der ersten Meldung noch nicht klar. Auch andere Staatsanwaltschaften hatten laut WDR im Februar noch teils hohe Millionenvermögen in Digitalwährungen in ihren Asservatenkammern. Das Justizministerium in Nordrhein-Westfalen hatte im Oktober erstmals beschlagnahmte Kryptowährung versteigert. 

dpa/oho