Donnerstag, 5. Dezember 2019

Yuan erzielt Minusrekord Setzt Peking Chinas Währung als Waffe gegen Trump ein?

Yuan vs. Dollar: Die chinesische Währung verlor zuletzt massiv an Wert - steckt Peking dahinter?

3. Teil: Chinas Börsen auf Talfahrt

Das "Wall Street Journal" berichtet vor dem Hintergrund von einem besonders starken Yuan-Rutsch am Mittwoch der vergangenen Woche. Mindestens eine staatliche Bank, die traditionell eng mit der chinesischen Zentralbank zusammenarbeite, habe ab einem bestimmten Punkt große Mengen an US-Dollar auf den Markt geworfen, zitiert das "WSJ" Devisenhändler. So sollte offenbar ein allzu rascher weiterer Yuan-Kursrutsch gebremst werden.

"Diese Dollar-Verkäufe von jener Bank waren so aggressiv, dass wir sofort wussten, sie kommen von der 'Big Mama'", sagte ein Devisenhändler der Zeitung zufolge. Die People's Bank of China habe dazu keinen Kommentar abgeben wollen, so das "WSJ".

Fazit: Vermutlich wirken verschiedene Kräfte, die den chinesischen Yuan derzeit nach unten drücken - und Peking lässt die Märkte vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit den USA, den ja einige längst für einen Handelskrieg halten, wohlwollend gewähren.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Die Aktienmärkte jedenfalls befinden sich angesichts der zunehmenden Konfrontation zwischen den USA und China bereits in Aufruhr - und in China steht die Börse angesichts dessen massiv unter Druck. Der Leitindex CSI 300 etwa mit den 300 wichtigsten Werten vom chinesischen Festland knickte am Montag um zuletzt mehr als 3 Prozent ein. Im Juni hatte der Index bereits um 7,7 Prozent nachgegeben, und im bisherigen Jahresverlauf steht ein Minus von mehr als 15 Prozent zu Buche.

Angesichts dessen erscheinen die Bewegungen am Devisenmarkt wiederum beinahe bescheiden.

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