Donnerstag, 12. Dezember 2019

Plädoyer im Untreueprozess Staatsanwalt fordert 12 Jahre Haft für Ex-Wölbern-Chef Schulte

Ehemaliger Wölbern-Chef vor Gericht: Heinrich Maria Schulte soll Millionen veruntreut haben, was er selbst abstreitet

Im Prozess gegen Heinrich Maria Schulte, den früheren Chef des Fondsemissionshauses Wölbern Invest, fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von 12 Jahren für den Angeklagten. Das sagte Staatsanwalt Heyner Heyen am heutigen Mittwoch in seinem abschließenden Plädoyer im Landgericht Hamburg.

Der Prozess gegen Schulte nähert sich damit nach beinahe einem Jahr Verhandlungszeit dem Ende. Die Staatsanwaltschaft wirft Schulte gewerbsmäßige Untreue in großem Stil vor. Der Medizinprofessor und frühere Emissionshauschef soll von 2011 bis 2013 laut Anklageschrift insgesamt fast 150 Millionen Euro aus etwa 30 geschlossenen Immobilienfonds von Wölbern Invest unrechtmäßig entnommen und zweckentfremdet haben. Schulte hat den Vorwurf im Laufe des Verfahrens zurückgewiesen.

Das Plädoyer der Verteidigung ist für den 13. April vorgesehen. Schultes Anwälte hatten im Laufe der Hauptverhandlung mehrfach betont, dass der Angeklagte nicht alleine für die ihm zur Last gelegten Vorgänge verantwortlich sei. Er habe vielmehr Berater gehabt, die ihn unterstützt hätten.

Ein ausführlicher Bericht zum heutigen Plädoyer der Staatsanwaltschaft folgt.

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