Mittwoch, 20. November 2019

Warren Buffett Investieren wie der Meister - für Normalanleger

Investor Warren Buffett: So ein Händchen wie der Amerikaner hätten viele gern

Warren Buffett ist einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Eine Aktie seines Anlagevehikels kostet deswegen inzwischen mehr als 200.000 Dollar. Zuviel für Ottonormal-Anleger. Wie also von des Meisters Händchen profitieren?

Hamburg - Warren Buffett hat sich den Guru-Status redlich verdient. Jahrzehnte machte er das, was er am besten kann. Er spürte unterbewertete Firmen auf, kaufte der Aktien und wurde so zum wahrscheinlich erfolgreichsten Investor aller Zeiten. Jedes Jahr im Mai pilgern Anleger aus der ganzen Welt nach Omaha zur Hauptversammlung von Vehikel Berkshire Hathaway, um den Worten des Meisters zu lauschen. Nun hat ihn sein eigener Erfolg eingeholt.

Berkshire Hathaway ist mit einer Marktkapitalisierung von inzwischen über 300 Milliarden Dollar so groß geworden, dass Buffett sich kaum mehr still und leise an Unternehmen anpirschen kann, ohne deren Kurse nach oben zu treiben. Und auch an einer anderen Stelle hat der Erfolg des Altmeisters Folgen. Denn eine einzelne Aktie seines Unternehmens kostet inzwischen über 200.000 Dollar. Seit Bestehen hat Berkshire noch nie einen Aktiensplit vollzogen - und ist damit für die meisten Anleger unerschwinglich geworden.

Die Aktie ist für seine Jünger zum einen Eintrittskarte für die Hauptversammlung. Und sie war die einfachste Möglichkeit, von der Findigkeit Buffetts zu profitieren. Doch wie mal eben 200.00 Dollar, umgerechnet also rund 150.000 Euro flüssig machen? Immerhin, es gibt Alternativen.

Neben den Berkshire A-Shares, die inzwischen jenseits der 150.000 Euro notierten, werden für den kleineren Geldbeutel auch die so genannten Berkshire B-Shares angeboten, sie kosten derzeit rund 100 Euro.

Weitere Alternativen sind Geldanlagen in die Fonds der zahlreichen Buffett-Schüler. Viele Vermögensverwalter versuchen, dem Anlagestil Buffetts zu folgen. Dazu gehört beispielsweise der Vermögensverwalter Hendrik Leber, der seine Acatis-Fonds an der Anlagephilosophie des Amerikaners ausrichtet. Die weniger offensichtlichen Alternativen sind Indizes, die Buffett zu kopieren versuchen. Der "IBillionaire-Index" beispielsweise spiegelt als Index die Aktiendepots von Superinvestoren, berichtet die Website Guruwatch

Und der neue "Direxion IBillionaire Index ETF" macht genau das jetzt für die Menschen zugänglich. Freilich, er blickt Buffett nicht über die Schulter, sondern arbeitet mit öffentlich verfügbaren Daten. Das Prinzip des Produkts: Zuerst werden die reichsten Menschen der Welt aus den Listen von Forbes & Co. zusammengesucht. Schritt zwei - die Investoren unter diesen Reichen werden herausgepickt. Schritt drei: Die zehn besten Investoren werden ausgewählt und jene 30 Aktien ausgewählt, die die größte Marktkapitalisierung haben. Wirklich nah kommt man der Gedankenwelt Buffetts damit sicher nicht. Doch das dürfte auch auf der Hauptversammlung nicht der Fall sein.

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