Mittwoch, 11. Dezember 2019

Erfolg an der Börse Universitäten sind die besseren Fondsmanager

Die Stiftungsfonds der US-Universitäten zeigen eine gute Performance, die Geldverwalter der akademischen Fonds haben sich zuletzt als die besseren Fondsmanager erwiesen. Warum eigentlich? Und was bedeutet das für  Anleger?

Harvard-Universität in Cambridge: Die Stiftungsfonds der US-Universitäten erzielten 2014 im Schnitt ein Plus von 15,5 Prozent - auch deshalb, weil sie sehr breit investieren dürfen
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Harvard-Universität in Cambridge: Die Stiftungsfonds der US-Universitäten erzielten 2014 im Schnitt ein Plus von 15,5 Prozent - auch deshalb, weil sie sehr breit investieren dürfen
Hamburg - Wahrheiten sind nicht immer offensichtlich, aber auch nicht immer verborgen. Manchmal erfordern sie nur etwas Lektüre. So wie im Fall der alljährlich veröffentlichten Untersuchung von Nacubo, dem Verband der Stiftungsfonds der US-Universitäten. Das Destillat dieser Untersuchung: Die Geldverwalter der akademischen Fonds schneiden im Schnitt besser ab als herkömmliche Fondsmanager.

Stiftungsfonds sind an US-Universitäten ein beliebtes Vehikel, um zum Beispiel die Spenden der Alumni zu verwalten und dafür zu sorgen, dass stetig wiederkehrende Ausgaben des Lehrbetriebs auch finanzierbar bleiben, zum Beispiel die Personalkosten. Dazu dürfen deren Manager in unterschiedliche Asset-Klassen investieren. Und das tun sie mit Erfolg.

Mit internationalen Aktien beispielsweise erzielten sie im Jahr 2014 ein Plus von 15,5 Prozent. Herkömmliche Fondsmanager schafften es damit nur auf ein Plus von 13 Prozent, zeigen die Statistiken des Bundesverband Investment und Asset Management (BVI).

Das gleiche Bild bei kurzfristig geparktem Geld. Bei den Stiftungsfonds steht ein Jahresplus von 1,9 Prozent zu Buche, bei der kommerziell tätigen Konkurrenz eines von 1,7. Noch deutlicher wird der Unterschied mit Blick auf das Gesamtergebnis, also dass, was am Ende des Jahres an Wertzuwachs erzielt wurde - egal ob mit Anleihen oder Aktien. Bei den Stiftungsfonds liegt das Plus bei 15,5 Prozent, der BVI vermeldet bei den am ehesten vergleichbaren internationalen Mischfonds ein Zuwachs von 5,5 Prozent.

Ein holzschnittartiger Verglich, keine Frage. Zum einen sind es Durchschnittswerte. Es gibt also klassische Investmentfonds, die sich mit den Stiftungsfonds ohne weiteres messen können. Und Stiftungsfonds, die nicht wirklich zu überzeugen wissen. Zum anderen haben haben die Universitätsfondsmanager drei Vorteile, die ihren gewerblichen Kollegen fehlen.

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