Investmentlegende ändert Strategie  Ex-Zusteller Buffett verabschiedet sich vom Zeitungsgeschäft

Branchenkrise zwingt zum Verkauf: Berkshire-Chef Buffett zieht sich aus dem Zeitungsgeschäft zurück.

Branchenkrise zwingt zum Verkauf: Berkshire-Chef Buffett zieht sich aus dem Zeitungsgeschäft zurück.

Foto: Nati Harnik/ AP

In seinen jungen Jahren verdiente sich US-Investmentlegende Warren Buffett sein Taschengeld, indem er Zeitungen austrug - Jahrzehnte später hat er offenbar das Vertrauen in das gedruckte Wort verloren: Buffetts Holding Berkshire Hathaway  steigt aus dem Zeitungsgeschäft aus, wie Bloomberg berichtet .

Demnach veräußert Berkshire seine Tochter BH Media mit ihren 30 täglich erscheinenden Zeitungen an Lee Enterprises. Das Unternehmen ist ebenfalls bereits im Mediengeschäft aktiv, besitzt unter anderem den "St. Louis Post-Dispatch". Als Kaufpreis für Berkshires Zeitungen nennt Bloomberg 140 Millionen Dollar.

Multimilliardär Buffett hatte sich in der Vergangenheit bereits über das lahmende Zeitungsgeschäft beklagt. BH Media blieb von der Branchenkrise gemixt aus Anzeigenrückgängen und Auflagenschwund vor allem aufgrund der stärker werdenden Online-Konkurrenz nicht verschont. Seit Jahren baut das Unternehmen Stellen ab, um Kosten zu sparen.

Investoren können auch bei diesem Deal wieder vom Altmeister lernen: Erlaube dir keine Sentimentalitäten, so die Botschaft, die davon ausgeht. Denn in dem Zeitungspaket, das Buffett veräußert, befindet sich auch sein Heimatblatt "Omaha World-Herald" sowie die "Buffalo News", die Buffett seit mehr als fünf Jahrzehnten besessen hatte.


Lernen vom Altmeister: Die besten Weisheiten von Warren Buffett


Der Berkshire-Chef ist eigentlich bekannt für seine Maxime, an Geschäftsmodellen, für die er sich einmal entschieden hat, festzuhalten. Auch von dieser Regel gibt es aber offenbar Ausnahmen.

cr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.