Börsenguru kauft Anteile zurück Warren Buffett verdoppelt Quartalsgewinn - und hat ganz spezielle Cash-Probleme

Warren Buffett

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Foto: Rick Wilking/ REUTERS

Investment-Ikone Warren Buffett hat mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway einen kräftigen Gewinnsprung gemacht. Ein florierendes Versicherungsgeschäft und niedrigere Steuern trugen dazu bei, dass das operative Ergebnis im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert auf 6,88 Milliarden Dollar (6,04 Milliarden Euro) verdoppelt wurde.

Die Investmentholding teilte am Samstag in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska) zudem mit, eigene Aktien im Wert von 928 Millionen Dollar zurückgekauft zu haben.

Die Aktienrückkäufe sind eine Besonderheit - eigentlich steckt Buffett das viele überschüssige Geld von Berkshire Hathaway lieber in Firmenübernahmen. Der 88-Jährige sitzt aber weiterhin auf liquiden Mitteln von über 100 Milliarden Dollar, weshalb viele Aktionäre auf seinen nächsten großen Deal hinfiebern.

100 Milliarden Dollar Cash - wohin nur mit dem Geld?

Doch selbst die Summe von 100 Milliarden Dollar Cash verleitet Buffett nicht dazu, überhastet zu kaufen. Er kaufe eine Firma nur dann, wenn sie vernünftig bewertet sein, lautet eine von Buffetts Prinzipien. Demnach hält er den Markt für aktuell zu teuer.

Die gesamten Erlöse von Berkshire Hathaway legten im abgelaufenen Quartal um knapp 7 Prozent auf 63,45 Milliarden Dollar zu. Zu dem Konglomerat gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete.

Warren Buffetts Investmentlehre - in seinen eigenen Worten:

In den vergangenen Monaten hatte Buffett zudem seine Anteile am wertvollsten Konzern der Welt, Apple, weiter erhöht. Er habe zudem noch "ein wenig" Apple-Anteile hinzugekauft, teilte der 88-jährige Buffett im September mit.

Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hält bereits 252 Millionen Apple-Aktien, was einem Anteil von gut 5 Prozent entspricht. Ende des ersten Quartals 2018 waren es noch 239,6 Millionen gewesen.

la/dpa/reuters