Sonntag, 22. September 2019

Wohin mit all dem Geld? Buffett könnte eigene Aktien für bis zu 100 Milliarden Dollar zurückkaufen

Warren Buffett, CEO von Berkshire Hathaway (Archivaufnahme, Mai 2018)

Berkshire Hathaway, die Beteiligungsgesellschaft von Investorenlegende Warren Buffett, ist zu massiven Aktienrückkäufen bereit. Diese könnten ein Volumen von bis zu 100 Milliarden Dollar erreichen, sagte Buffett der "Financial Times". Im vergangenen Jahr hatte Berkshire eigene Anteilsscheine im Wert von 1,3 Milliarden Dollar zurückerworben, nachdem Buffett die Kriterien der Gesellschaft für solche Transaktionen gelockert hatte. Der Großinvestor führt Berkshire seit 1965 und ist inzwischen 88 Jahre alt.


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Kontext der Rückkäufe: Buffett und Berkshire sehen derzeit offenbar keine wirklich lohnenden Investmentmöglichkeiten. Ende vergangenen Jahres verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 112 Milliarden US-Dollar. Ein größerer Zukauf stehe allerdings nicht in Aussicht, schrieb Buffett im Februar an seine Aktionäre, Unternehmen mit guten langfristigen Perspektiven seien aktuell schlicht zu teuer.

Der Altmeister gibt sich im Gespräch mit der "FT" allerdings optimistisch: Es würden schon wieder Zeiten kommen, in denen gute Unternehmen Kapital bei Berkshire aufnehmen wollen würden. Berkshire sei eine Institution, die auch kurzfristig "10 oder 20 oder 30 Milliarden" zur Verfügung stellen könnte. "Wir werden die Anrufe wieder bekommen."

luk / reuters

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